Datum25.04.2026 15:38
Quellewww.spiegel.de
TLDRFünf elektrische Reiben von Tefal, Caso, WMF, Ade und Russell Hobbs wurden getestet. Sie unterscheiden sich in Leistung, Reinigung und Handhabung. Die WMF KÜCHENminis Salat-to-go überzeugte am besten, gefolgt von der Tefal Eco Respect. Alle Geräte bieten Sicherheitsvorteile gegenüber manuellen Reiben. Die Tester loben die einfache Bedienung und Reinigbarkeit der meisten Modelle, bemängeln jedoch teilweise fehlende Anleitungen zur Einsatzwahl und die Fähigkeit, Nüsse zu mahlen.
InhaltSie sollen viele Aufgaben in der Küche erleichtern und beschleunigen: Unser Autor hat fünf elektrische Reiben getestet und trotz herumfliegender Möhrenraspel ein passendes Rezept entwickelt. Möhren, Gurken, Kartoffeln, Käse, Nüsse und Mandeln: Elektrische Reiben erleichtern das Schneiden, Reiben und Raspeln in der Küche enorm. Die Geräte in unserem Test sind alle gleich aufgebaut: Auf eine Basis mit dem Motor und einer Trommel kommt ein Aufsatz mit Einfüllstutzen und einem Stopfer. Alle fünf Modelle werden mit mehreren Reibeinsätzen geliefert. Der Standard sind Reibe für Feines und Grobes sowie ein Schnittmesser. Einigen liegen Aufsätze für Juliennes oder Geriffeltes bei. Dieser Text enthält mit dem Hinweis "Anzeige" gekennzeichnete Affiliate-Links, über die der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler erhält. Was generell gut gefällt: Anders als bei den zuvor getesteten manuellen Reiben sind die Schutzmaßnahmen bei den motorisierten Geräten besser. Allein, dass man mit den Händen nicht unabsichtlich an die Messer kommen kann, könnte ein Grund sein, ein elektrisches Gerät zu wählen. Um die Leistung zu beurteilen, haben wir Möhren, Rotkohl, Käse und Haselnüsse mit unterschiedlichen Einsätzen (Reiben, Raspel, Schneiden) zerkleinert. Dabei kommt es auf die Qualität der Raspel- und Schnittergebnisse an, aber auch auf die Lautstärke und den Aufwand für die anschließende Reinigung. Elektrische Reiben sind zwar simpel aufgebaut, trotzdem sollte die Bedienungsanleitung zumindest erklären, wann man welchen Einsatz nehmen sollte, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Positiv: alle Geräte im Test stehen sicher und fest auf der Küchenarbeitsplatte. Wenn Sie wissen wollen, was man mit einer solchen elektrischen Reibe produzieren kann, finden Sie am Ende dieses Textes ein Rezept für Bánh Mì mit einer Sweet-Sour-Chili-Sauce. Alle Testgeräte entsprachen den Erwartungen. Die schöne und gut verarbeitete WMF KÜCHENminis Salat-to-go hat mit ihren zwei Geschwindigkeitsstufen am besten abgeschnitten. Auch die leistungsfähige und umweltfreundliche Tefal Eco Respect Reibe konnte überzeugen. Diese Geräte haben wir getestet: Die elektrische Reibe von Russell Hobbs ist schlicht und funktional gestaltet, kommt mit einer reduzierten, aber übersichtlichen Bedienungsanleitung. Sie wird mit den drei Standard-Schneideinsätzen geliefert, Schneidmesser, grobe Reibe und feine Reibe. Jede davon besteht aus einem Werkzeug-Paar, das farblich gekennzeichnet ist. Das macht den Einsatz einfach. Allerdings vermisse ich eine Übersicht, welche wofür Reibe eingesetzt wrden sollte. Manfred Zimmer ist Informatiker, Creative Director, Inhaber einer Digital-Agentur und Dozent an einer Kunstschule. Im Jahr 2013 ging mit dem Blog Herr Grün kocht online, entwickelte vegetarische und vegane Rezepte. Daraus entstand die Kochbuchreihe "Rezepte und Geschichten aus dem Kochlabor", die im Verlag Grün & Caprese erschienen ist. Seine Kochleidenschaft erklärt Manfred Zimmer mit seiner saarländischen Herkunft. Er lebt und arbeitet in Hamburg. Mein erster Eindruck der Desire Slice & Go: Sie ist laut. Die Bedienungsanleitung meint, man solle bei hoher Lautstärke etwas Speiseöl auf die Innenseite des Schraubrings träufeln. Im Test ändert das nichts. Ein großer Teil der Ergebnisse (Rotkohl und Gurkenscheiben mit Schneidmesser, Käse mit grober Reibe) überzeugt. Beim Raspeln von Nüssen und Mandeln versagt die Russell Hobbs aber. Auch mit der feinen Reibe war das Ergebnis wird zu grob. Das Gerät ist schnell auseinandergebaut, die Einzelteile kann man unter fließendem Wasser abspülen. Sie dürfen zwar in die Spülmaschine, aber das führt laut Hersteller zu einer Veränderung der Oberfläche, was die Funktion nicht beeinträchtigen soll. Verfärbungen können mit etwas Speiseöl entfernt werden. Fazit: Die Russell Hobbs sorgt für gute Ergebnisse, aber es fehlt eine Möglichkeit, Nüsse und Mandeln fein zu mahlen. Eine Übersicht für die Anwendung der Einsätze würde den Einstieg erleichtern. Auch bei der Caso Multislicer fehlt eine Übersicht, welche Reibe man wofür verwenden sollte. Immerhin ist die Bedienungsanleitung gut strukturiert, das Design gradlinig. Fünf Einsätze, für Scheiben, feine Juliennes, grobe Juliennes, Raspeln und Riffeln werden mitgeliefert. Auffällig ist der große Einfüllschacht. Hier verwendet man den größeren der beiden Stopfer. Dieser wird mit seinem offenen Ende bei Bedarf zum zweiten, schmaleren Einfüllstutzen, sodass man auch kleine Stücke gut verarbeiten kann. Zieht man den großen Stopfer heraus, wird der Motor gestoppt. Mit den Gemüsen hatte die Caso im Test keinerlei Probleme, raspelte alles zu Juliennes. Mit dem Riffeleinsatz wurden Gurken ansehnliche Wellenscheiben. Nüsse und Ähnliches kann man mit dem Caso leider nicht mahlen. Dafür ist sie leicht zu reinigen, entweder unter fließendem Wasser, mit der mitgelieferten kleinen Bürste oder in der Spülmaschine. Fazit: Die Caso Multislicer hat ein ansprechendes Design. Extras wie die Riffelscheiben heben sie von den anderen ab. Eine Übersichtstabelle für die Einsätze und eine Möglichkeit, Nüsse zu mahlen, fehlen. Die Reibe von WMF wirkt mit ihrem Edelstahllook schon auf den ersten Blick hochwertig. Als einzige Reibe im Test hat sie zwei Geschwindigkeitsstufen und kommt mit einer Auffangschale, die mit ihrem Deckel zur Mitnahmedose werden kann. WMF liefert fünf Reibe-Einsätze mit, für feines Raspeln, grobes Raspeln, feines Schneiden, grobes Schneiden und Reiben. In Form einer Tabelle wird erklärt, mit welchem Einsatz man was auf welcher Geschwindigkeitsstufe mit den fünf Trommeln reiben kann. Dabei werden Apfel, Gurke, Kokosnuss, Nüsse aller Art, Paprika, Parmesan, Rettich, Schokolade, Zwiebel und einiges mehr aufgeführt. Die Ergebnisse sind hervorragend. Innerhalb kurzer Zeit ist die Auffangschale mit geraspeltem Rotkohl, Karotte und Gurke gefüllt. Die Gurkenscheiben gelingen wunderbar, Nüsse und Mandeln lassen sich fein mahlen. Zudem ist die Maschine einfach zu bedienen und im Vergleich zum Rest des Testfelds leise. Außer der Motoreinheit können alle Teile wahlweise in der Spülmaschine oder unter laufendem Wasser gereinigt werden. Fazit: Die Küchenminis Salat-to-go ist trotz des umständlichen Produktnamens eine schön gestaltete und leistungsfähige Reibe. Die elektrische Reibe von Ade ist optisch eine Minimalistin, kann aber viel. Mit dabei sind eine feine Trommelreibe für Hartkäse und Möhren, eine grobe Trommelreibe für Äpfel und anderes Obst, eine Kartoffelreibe, die ich auch für Nüsse und Mandeln verwenden kann, sowie eine Schneidetrommel. Letztere habe ich für Gurken eingesetzt. Die Ade konnte im Test alle Aufgaben erledigen: Nüsse fein mahlen, Karotten- und Blaukraut wunderbar raspeln und Gurken in Scheiben schneiden. Was dabei stört, ist die hohe Lautstärke im Betrieb. Die Einsätze sollen laut Hersteller mit Spülwasser gereinigt werden. Ob es erlaubt ist, sie in eine Spülmaschine zu geben, schreibt Ade nicht. Der Motorblock wird mit einem feuchten Tuch abgerieben. Fazit: Die Ade ist Minimalistin und Alleskönnerin zugleich. Nur die Lautstärke steht auf der Minusseite. Bis vor Kurzem hat Tefal dieses Modell noch als Eco-Respect-Reibe bezeichnet und damit geworben, dass das Gehäuse zu rund 39 Prozent aus recyceltem Kunststoff hergestellt wird. Nun jedoch heißt sie Intention Reibe und beim Hersteller heißt es, sie enthalte "mindestens 25 Prozent Recyclingmaterial". Im Handel könnte man also auf beide Bezeichnungen stoßen. Die Bedienungsanleitung ist auf dem Karton aufgedruckt. Das ist gut gemeint, aber ein Teil der Beschreibungen verschwindet im Hellbraun des Kartons und ist kaum lesbar. Mitgeliefert werden drei Reibe-Einsätze: eine Raspel für Gemüse, Käse, Schokolade und Nüsse, eine feine Reibe für Käse, Nüsse, Schokolade sowie ein Schnittmesser für Scheiben von Gurken, Rettich, Zucchini, Zwiebeln und mehr. Die Tefal hat einen ungewöhnlichen Aufsatz für den Auswurf. Er soll einen Stau am Ende der Trommel verhindern und das Endprodukt direkt in den Auffangbehälter lenken, doch das funktioniert nicht immer. Meine Möhrenraspel fliegen gelegentlich links und rechts weg und landen auf der Arbeitsfläche. Bei allen Einsätzen und Reibevorgängen waren die Ergebnisse hervorragend. Die Schärfe der Einsätze ist sehr gut und hebt sich vom Rest des Testfelds ab. Die Geschwindigkeit der Verarbeitung ist entsprechend hoch. Das Gerät ist allerdings auch etwas laut. Alle Teile können in die Spülmaschine oder unter fließendem Wasser gereinigt werden, nur der Motorblock wird mit einem feuchten Tuch abgewischt. Fazit: Die Leistungsfähigkeit und die nachhaltige Verarbeitung machen die Tefal Intention Reibe zu einer Empfehlung. Details wie die gelegentlich umherfliegenden Raspeln trüben das Gesamtbild. Über welche Produkte wir im Tests-Ressort berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen von den Herstellern. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen werden uns in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir in einigen Fällen auf eigene Kosten Testgeräte. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen, bevor sie zurückgegeben werden. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden solche Produkte und Rezensionsexemplare zum Beispiel am Ende eines Jahres gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. In Artikeln des Tests-Ressorts finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort ein, wird DER SPIEGEL, aber nie der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt. Eine ausführliche Erklärung zu Affiliate-Links finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken.