Datum25.04.2026 12:38
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Berlins Rigaer Straße wurden Polizisten bei Löscharbeiten angegriffen. Unbekannte warfen Steine auf einen Polizeiwagen, wodurch ein Beamter im Gesicht verletzt wurde. Die Gegend wurde verstärkt überwacht. Während die Brandursache des Laternenmastes unklar ist, ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Es wird untersucht, ob die linksextreme Szene, die in der Rigaer Straße aktiv ist, beteiligt war.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Steinwürfe in Rigaer Straße – Polizist verletzt“. Bislang Unbekannte sollen in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain Steine auf einen Polizeiwagen geworfen und dabei einen Polizisten verletzt haben. Laut Polizei wollte der Beamte in der Nacht gemeinsam mit Kollegen Löscharbeiten der Feuerwehr an einem Laternenmast schützen. Dabei sollen mehrere Steinwürfe den Polizeiwagen getroffen haben. Durch das Splittern der Frontscheibe sei der Beamte im Gesicht verletzt worden. Er sei behandelt worden und habe seinen Dienst danach frühzeitig beenden müssen, hieß es. Der Bereich in der Rigaer Straße wurde laut der Behörde daraufhin mit einem Polizeihubschrauber und einer Einsatzhundertschaft überwacht. Warum der Mast brannte, ist derzeit unklar. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung durch einen tätlichen Angriff und Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel. Auch wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Feuer hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Ob der oder die Täter der linksextremen Szene in der Rigaer Straße angehören, sei derzeit unklar, sagte ein Sprecher. Ausgeschlossen werden könne dies jedoch nicht. Die Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain ist seit Jahren ein Brennpunkt der linksradikalen Szene, insbesondere rund um das teilweise besetzte Haus "Rigaer 94". Der Gebäudekomplex mit rund 30 Wohnungen gilt als einer der letzten Hochburgen der linksextremen Szene in der Hauptstadt. In der Vergangenheit kam es dort immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Angriffen auf Polizisten. Der Landesvize der Gewerkschaft der Polizei (GDP), Thorsten Schleheider, teilte zu dem Angriff mit: "Es sind die Vorboten des 1. Mai, mit denen die gewaltsuchende Szene traditionell aufmuskelt." Die Polizei sei bestmöglich vorbereitet. © dpa-infocom, dpa:260425-930-991954/1