Abgeordnetenhauswahl: Linke setzt auf Mieterschutz und attackiert Kai Wegner

Datum25.04.2026 12:20

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat Kai Wegner (CDU) als überfordert kritisiert und fordert seine Ablösung. Mit einem Frontalangriff auf die schwarz-rote Regierung verspricht sie, Berlin bezahlbar zu machen. Kernforderungen sind Mieterschutz, ein Verbot von Mieterhöhungen bei kommunalen Wohnungsunternehmen und die Umsetzung des Volksentscheids zur Vergesellschaftung großer Wohnkonzerne. Eralp sieht eine Chance auf ein Rekordergebnis für die Linke.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Abgeordnetenhauswahl“. Lesen Sie jetzt „Linke setzt auf Mieterschutz und attackiert Kai Wegner“. Mit einem Frontalangriff auf die schwarz-rote Landesregierung hat die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, die Partei auf den Wahlkampf eingestimmt. "Ich will Berlin bezahlbar machen. Kai Wegner macht genau das Gegenteil", sagte sie beim Landesparteitag der Linken in Berlin-Lichtenberg über den Regierenden Bürgermeister von der CDU. "Und deswegen gehört er abgelöst, und das Rote Rathaus muss endlich wirklich rot werden." Wegner habe den Blick für die Menschen verloren und sei in seinem Amt völlig überfordert. Statt die Mieten zu senken, habe der Senat zugelassen, dass sie selbst bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen gestiegen seien, kritisierte Eralp und das vor dem Hintergrund der aktuellen Politik der Bundesregierung. "Es wäre verdammt nochmal Wegners Job, Druck zu machen gegen Sozialkürzungen", sagte Eralp und forderte, er solle sich für eine Vermögensteuer starkmachen. "Er lässt die Menschen im Stich. Es muss endlich Schluss sein mit Wegner und Co.", so die Linken-Spitzenkandidatin, die den CDU-Politiker nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus im Roten Rathaus ablösen will.  Eralp kündigte an, die Linke werde sich auch mit den Immobilienkonzernen anlegen, einen Mietendeckel für die kommunalen Wohnungsunternehmen einführen und ein Landesamt für Mieterschutz schaffen, das gegen Mietwucher vorgehen soll. "Und wir werden den Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen umsetzen." Mit Blick auf die Wahlchancen der Linken sagte sie: "Wir werden das beste Ergebnis holen, das die Linke in Berlin je eingefahren hat." Es gehe darum, ein neues Kapitel aufzuschlagen und gemeinsam Geschichte zu schreiben. © dpa-infocom, dpa:260425-930-990917/2