Gesundheitsreform: Krankenkassen kritisieren Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze

Datum25.04.2026 12:19

Quellewww.zeit.de

TLDRDie gesetzlichen Krankenkassen kritisieren die geplante Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze ab 2027. Der Spitzenverband GKV hält dies für falsch, da "genug Geld im System" sei. Die Ausgaben seien das Problem, nicht die Einnahmen. Die Erhöhung würde Gutverdienende und Arbeitgeber zusätzlich belasten und könnte freiwillig Versicherte zur Abwanderung in die PKV bewegen. Die Grenze legt fest, bis zu welchem Einkommen Beiträge gezahlt werden müssen.

InhaltAb 2027 sollen Gutverdienende höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Der falsche Ansatz, sagt der Spitzenverband GKV: Es sei "genug Geld im System". Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hat sich kritisch zur geplanten Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze geäußert. "Eine zusätzliche Belastung von Versicherten und Arbeitgebern darf nur das allerletzte Mittel der Wahl sein", sagte GKV-Vorstandsvorsitzender Oliver Blatt über die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Freiwillige GKV-Mitglieder könnten so unter Umständen in die private Versicherung abwandern. Es sei grundsätzlich "genug Geld im System" –  vielmehr seien die Ausgaben das Problem. Die Beitragsbemessungsgrenze legt fest, bis zu welchem Einkommen Krankenkassenbeiträge berechnet werden. Verdienste, die darüber liegen, bleiben beitragsfrei. Die Grenze liegt aktuell bei 5.800 Euro brutto, soll 2027 aber einmalig um rund 300 Euro auf 6.112,50 Euro erhöht werden. Gutverdienende Beschäftigte müssten damit auf einen größeren Teil ihrer Lohneinkünfte Krankenkassenbeiträge zahlen. Auch für die Arbeitgeber würden sich die Sozialbeiträge erhöhen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.