Datum25.04.2026 09:58
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer Artikel thematisiert Social-Media-Sucht bei Jugendlichen, die durch elterliches Vorbild und persönliche Faktoren begünstigt wird. Eine Kinder- und Jugendpsychiaterin erklärt, dass das Suchtmittel allein nicht ausreicht. Eltern müssen den Medienkonsum nicht übermäßig überwachen, sollten aber auf Anzeichen achten. Der Artikel verweist auf weitere Informationen und Erfahrungsberichte.
InhaltSocial-Media-Sucht, Mumien mit Homer und Jungbrunnen für Auto-Akkus: Die Lese-Empfehlungen der Woche aus der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL. Haben Sie diesen Text gerade auf Ihrem Smartphone aufgerufen? Dann freue ich mich sehr über Ihre Aufmerksamkeit. Ich möchte Sie aber auch warnen. Das Gerät ist ein Zeitkiller; für Sie und Ihre Kinder, wenn Sie welche haben. Für die geben Sie durch unentwegtes Starren auf das Mobilgerät ein schlechtes Vorbild ab. Das kann schlimme Folgen haben, wie die Hamburger Kinder- und Jugendpsychiaterin Kerstin Paschke meinem Kollegen Maik Großekathöfer im Interview erklärte. Paschke behandelt junge Menschen, die abhängig von sozialen Medien sind. "Wenn Eltern ins Handy gucken, sobald sie sich langweilen, aufregen oder sich ablenken wollen", sagt sie, "ist es wahrscheinlicher, dass auch die Kinder mithilfe von Medienkonsum ihre Gefühle steuern, statt mit den Eltern zu besprechen, was sie bewegt." Für mich als Mutter von zwei Teenagern sagt Paschke aber auch beruhigende Dinge. Ich muss nicht auf meine tägliche Duolingo-Lektion verzichten, damit meine Kinder nicht in die Sucht abrutschen. Ich muss ihren Medienkonsum auch nicht Tag und Nacht überwachen. Denn die Störung entstehe durch ein Zusammenspiel persönlicher Faktoren, erklärt die Wissenschaftlerin, von äußeren Einflüssen und dem Suchtmittel: "Das Suchtmittel allein reicht nicht aus, sonst würde jeder Nutzer und jede Nutzerin von sozialen Medien abhängig." Wie Eltern ein beginnendes Suchtverhalten rechtzeitig erkennen können und wie Expertin Paschke die politische Debatte über ein Social-Media-Verbot einschätzt, können Sie hier nachlesen. Hier finden Sie den Erfahrungsbericht eines Jugendlichen, der seine Social-Media-Abhängigkeit überwunden hat. Herzlich, Ihre Julia Koch (Feedback & Anregungen? )