Stadtentwicklung: Das Marx-Engels-Forum bleibt noch lange gesperrt

Datum25.04.2026 04:01

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Marx-Engels-Forum in Berlin bleibt bis voraussichtlich Ende 2027 eine Baustelle. Der Platz wird für rund 34 Millionen Euro umgestaltet, um zu einem Aufenthaltsort zu werden. Geplant sind unter anderem ein barrierefreier Bereich am Spreeufer, ein Wasserspiel, ein Spielplatz und eine Fläche zur Regenwasserversickerung. Die ikonischen Statuen von Marx und Engels sind während der Bauarbeiten nicht zugänglich.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Stadtentwicklung“. Lesen Sie jetzt „Das Marx-Engels-Forum bleibt noch lange gesperrt“. Das Marx-Engels-Forum in Berlin-Mitte bleibt noch mehr als eineinhalb Jahre eine Baustelle. Die überlebensgroßen Bronzefiguren von Karl Marx und Friedrich Engels, die dort seit 1986 in Richtung Fernsehturm blicken, sind bis zum Abschluss der Baumaßnahmen voraussichtlich Ende 2027 nicht öffentlich zugänglich. Das teilte die Senatsverwaltung für Mobilität und Umwelt auf dpa-Anfrage mit. Aktuell ist der Platz von einem Bauzaun umgeben. "Betreten der Baustelle verboten!", heißt es auf Warnschildern. "Eltern haften für ihre Kinder." Ein Bagger fährt über das Gelände, riesige Sandhaufen sind dort aufgeschüttet worden. Ein Stück weiter werden Dutzende von Steinplatten gelagert. Marx und Engels sind mittendrin nur von Weitem zu sehen. Der 7,2 Hektar große Freiraum zwischen Fernsehturm, Marienkirche, Rotem Rathaus und Spree im historischen Gründungskern Berlins soll zu einem neuen Rathaus- und Marx-Engels-Forum umgestaltet werden. Basis der Neugestaltung sind unter anderem die Ergebnisse eines internationalen Wettbewerbs. Erster Spatenstich am Marx-Engels-Forum war im vergangenen Juni. Verkehrs- und Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) gab damals das Ziel aus: "Wir möchten, dass das Marx-Engels-Forum zu einem Lieblingsort der Berlinerinnen und Berliner wird." Bisher geht es mit den Arbeiten nach Angaben der Umweltverwaltung planmäßig voran. Zunächst soll am Spreeufer im Rücken von Marx und Engels ein barrierefreier Aufenthaltsort mit Blick auf das Humboldt Forum und den Berliner Dom entstehen, der über eine Treppen- und Rampenanlage erreichbar ist. Auf den Stufen der Treppe ist Sitzen ausdrücklich erwünscht. Bäume sollen dort künftig Schatten spenden. Auch ein Wasserspiel ist vorgesehen. Die Erdarbeiten zur Vorbereitung des Geländes für die Treppen- und Rampenanlage sind fertig. Parallel dazu wurde die Fläche im historischen Gründungskern Berlins mit unterirdischen historischen Keller- und Grundmauern archäologisch dokumentiert. Die Kellermauern wurden dafür freigelegt und anschließend abgetragen. Die Arbeiten am Unterbau für die Treppenanlage haben bereits begonnen. Im Mai soll es dort mit den nächsten Schritten weitergehen. Im Sommer ist außerdem der Start der Bauarbeiten für einen neuen, rund 2.300 Quadratmeter großen Spielbereich an der Rathausstraße geplant. Die Arbeiten an den neuen Wegen im übrigen Bereich des Marx-Engels-Forums beginnen der Umweltverwaltung zufolge im Herbst. Vorgesehen ist auch eine rund 650 Quadratmeter große Fläche, auf der Regenwasser versickern oder verdunsten kann und nicht mehr in der Kanalisation landet. Im Bereich der Spandauer Straße gab es im Winter die ersten vorbereitenden Arbeiten dafür. Im zweiten Bauabschnitt soll auch das Rathausforum umgestaltet werden und eine neugestaltete Fläche zwischen Fernsehturm, Marienkirche, Rotem Rathaus und Spree entstehen. Insgesamt sind für die Neugestaltung der beiden Bereiche nach früheren Angaben der Umweltverwaltung Investitionen von rund 34 Millionen Euro vorgesehen. © dpa-infocom, dpa:260425-930-991092/1