Verdächtige Chats: OpenAI-Chef entschuldigt sich nach Schulmassaker in Kanada

Datum25.04.2026 01:21

Quellewww.zeit.de

TLDROpenAI-Chef Sam Altman hat sich nach dem Schulmassaker in Tumbler Ridge, Kanada, entschuldigt. Der Vorfall ereignete sich, nachdem die mutmaßliche Täterin KI-Chats mit Waffengewalt-Szenarien erstellte. OpenAI sperrte einen Account der 18-Jährigen im Juni, informierte jedoch keine Behörden. Nach der Tat wurde ein weiterer Account entdeckt. Altman bedauert die mangelnde Meldung und versichert, dass OpenAI zukünftig solche Tragödien verhindern wolle. Die mutmaßliche Täterin tötete acht Menschen, bevor sie sich selbst das Leben nahm.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verdächtige Chats“. Lesen Sie jetzt „OpenAI-Chef entschuldigt sich nach Schulmassaker in Kanada“. Zweieinhalb Monate nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in Kanada hat sich OpenAI-Chef Sam Altman dafür entschuldigt, dass der ChatGPT-Betreiber Sicherheitsbehörden nicht über verdächtige KI-Chats der mutmaßlichen späteren Täterin unterrichtet hatte. "Das tut mir zutiefst leid", schrieb Altman in einem Brief an die Bewohner der Stadt Tumbler Ridge. Die 18-jährige Tatverdächtige soll am 10. Februar im westkanadischen Ort Tumbler Ridge acht Menschen getötet haben, sechs davon in einer Schule. Unter den Opfern waren Schülerinnen und Schüler, eine Lehrkraft sowie die Mutter und der Stiefbruder der mutmaßlichen Schützin, die sich anschließend selbst tötete. OpenAI hatte einen Account der mutmaßlichen Täterin im vergangenen Juni gesperrt, nachdem automatisierten Überwachungssystemen in den Unterhaltungen von ihr entworfene Szenarien mit Waffengewalt aufgefallen waren. Das Unternehmen hielt einen Hinweis an die Behörden jedoch nicht für nötig. Nach der Tat entdeckte OpenAI einen weiteren ChatGPT-Account der mutmaßlichen Schützin. Altman versicherte in dem Brief, dass OpenAI Wege finden wolle, "solche Tragödien" in der Zukunft zu verhindern. Das Schreiben wurde von der örtlichen Nachrichten-Webseite "Tumbler RidgeLines" veröffentlicht, OpenAI bestätigte die Echtheit des Dokuments. Laut Polizei war bekannt, dass die Verdächtige psychische Probleme hatte. Nach Angaben der Ermittler war sie bei der Geburt als männlich registriert worden. Die Transition zur Frau habe Jahre vor der Tat begonnen, hieß es kurz nach den tödlichen Schüssen. © dpa-infocom, dpa:260424-930-990842/1