Datum24.04.2026 22:08
Quellewww.zeit.de
TLDRDie CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein bezeichnet die Kritik an Berlins Regierungschef Kai Wegner im Zusammenhang mit rechtswidriger Förderung von Antisemitismusprojekten als "Wahlkampfgetöse". Sie verteidigt Wegner und sieht darin einen Versuch, politischen Profit zu schlagen. Klein bedauert den Rücktritt der Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, betont aber, dass Wegner nicht zur Verantwortung gezogen werden solle. Der Fokus liege nun auf dem Kampf gegen Judenhass und der zügigen Auszahlung der Mittel. Klein sieht keinen Konflikt mit dem Koalitionspartner SPD.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Affäre um Fördermittel“. Lesen Sie jetzt „CDU-Generalsekretärin: Kritik an Wegner ist Wahlkampfgetöse“. In der Affäre um Fördermittel gegen Antisemitismus hat die Berliner CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein Regierungschef Kai Wegner in Schutz genommen. Die Kritik aus der Opposition und vom SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach sei "ein ganz durchsichtiges Manöver" und "Wahlkampfgetöse", sagte sie dem RBB. "Hier wird ganz offensichtlich versucht, aus der Sache politischen Profit zu schlagen", sagte Klein. Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus war Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) am Vormittag zurückgetreten. Zuvor hatte der Berliner Landesrechnungshof am Donnerstag die Förderung einer Reihe von Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention in Millionenhöhe als rechtswidrig bewertet. Sie habe "großen Respekt" für die Entscheidung und sei Wedl-Wilson dankbar, dass sie Verantwortung übernommen habe, sagte Klein. Der Rücktritt sei jedoch auch "schmerzhaft", "denn sie war eine gute Senatorin und sie war auch sehr angesehen in der Kulturpolitik." Für die Affäre jedoch Wegner in Verantwortung zu ziehen, sei "der Sache nicht angemessen", sagte Klein. Stattdessen müsse es nun "um den Kampf gegen Judenhass in dieser Stadt" gehen. "Wir müssen alles dafür tun, wie wir die Mittel jetzt auf die Straße bringen", sagte Klein, die auch Sprecherin für Kultur und Medien bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist. Einen Konflikt mit der mitregierenden SPD sieht Klein nicht. "Der Spitzenkandidat der SPD spricht weder für die Koalition noch spielt er eine Rolle in der Landespolitik. Insofern sind wir da ganz gelassen." Der einstige Berliner Staatssekretär Krach gehört dem aktuellen Senat nicht an. Er ist seit 2021 Regionspräsident in seiner Geburtsstadt Hannover. © dpa-infocom, dpa:260424-930-990672/1