Klimaprotest: Kritik an Energiepolitik: Hunderte demonstrieren in Hamburg

Datum24.04.2026 20:44

Quellewww.zeit.de

TLDRHunderte Klimaaktivisten, aufgerufen von Fridays for Future, demonstrierten in Hamburg und bundesweit gegen die Energiepolitik der Bundesregierung. Sie kritisierten insbesondere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für deren angebliche Infragestellung von Klimazielen und Taktieren mit der Gaslobby. Die Proteste fanden erstmals auch vor Wahlkreisbüros statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Klimaprotest“. Lesen Sie jetzt „Kritik an Energiepolitik: Hunderte demonstrieren in Hamburg“. Hunderte Menschen haben in Hamburg für mehr Klimaschutz und erneuerbare Energien demonstriert. Die Polizei sprach von rund 300 Teilnehmern, die an der Kundgebung an der Alster teilnahmen. Sie folgten einem Aufruf der Initiative Fridays for Future, die einen bundesweiten Aktionstag gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung angekündigt hatte. Kritik äußern die Klimaschützer unter anderem an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die CDU-Politikerin stelle die Klimaziele infrage und taktiere mit der Gaslobby, sagten die Aktivisten. "Sie betreibt als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby mit Vollgas eine Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne", sagte die Aktivistin Carla Reemtsma der Deutschen Presse-Agentur.  Nach Angaben von Fridays for Future soll es am Freitag an rund 60 Orten in ganz Deutschland Aktionen gegeben haben. So wurde demnach erstmals auch direkt vor Wahlkreis- und Parteibüros, insbesondere denen der schwarz-roten Bundesregierung, demonstriert. In Kiel nahmen nach Angaben von Fridays for Future rund 750 Menschen an der Demonstration teil. In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt startete der Protest am Exerzierplatz in der Innenstadt und lief unter anderem an der CDU-Parteizentrale vorbei.  Die Aktivisten wollen so ihre Anliegen direkt an die Politik richten, sagte Fridays For Future. Erst am vergangenen Samstag hatten viele Tausend Menschen bundesweit für eine andere Energiepolitik demonstriert. © dpa-infocom, dpa:260424-930-990555/1