Datum24.04.2026 17:19
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Berlin-Neukölln wurden erneut Schüsse abgegeben, wobei ein 27-Jähriger am Bein verletzt wurde. Die Tötungsdelikt-Sondermittler der Polizei und Staatsanwaltschaft haben den Fall übernommen. Bei dem Vorfall im Anita-Berber-Park soll eine Gruppe von Männern auf zwei Personen zugekommen sein, wobei ein Täter Schüsse abgab. Diese Vorfälle sind Anlass für die 2025 eingerichteten Sondereinheiten "Ferrum" und "Telum", da die Waffenkriminalität laut Statistik stark zugenommen hat. Viele Taten werden dem kriminellen Milieu zugeordnet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Schüsse in Neukölln - neuer Fall für Sonderermittler“. Nach erneuten Schüssen mit einem verletzten 27-Jährigen haben die Sondermittler bei der Berliner Polizei und Staatsanwaltschaft den Fall übernommen. Es werde wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, teilten die Behörden mit. Der 27-Jähre hielt sich nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht gemeinsam mit einem 29-Jährigen im Anita-Berber-Park auf. Eine Gruppe von fünf bis sechs Männern soll auf sie zugekommen sein - und ein Mann soll eine Pistole aus seiner Bauchtasche gezogen haben. Die beiden Männer rannten daraufhin weg. Doch der Täter soll ihnen gefolgt und Schüsse abgegeben haben. Der 27-Jährige wurde von einem am Bein getroffen. Laut Polizei konnte die Streifwunde ambulant vor Ort behandelt werden. Nach einer Zunahme von Schüssen wurde bei der Polizei im November 2025 die Sondereinheit des Landeskriminalamtes "Ferrum" (lateinisch für "Eisen") eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe "Telum" (lateinisch für "Angriffswaffe") nach. Nach der polizeilichen Kriminalstatistik erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 68 Prozent mehr Straftaten als 2024, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde. Die Ermittler verorten viele Taten im kriminellen Milieu. © dpa-infocom, dpa:260424-930-989934/1