Nachrichtenpodcast: Millionen für Kulturprojekte und ein politischer Rücktritt

Datum24.04.2026 17:19

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson tritt nach Rechtsverstößen bei der Vergabe von Antisemitismus-Fördermitteln zurück. Sie übernimmt die politische Verantwortung, um weiteren Schaden abzuwenden. Parallel protestiert Fridays for Future bundesweit gegen die Energiepolitik der Bundesregierung, insbesondere gegen Pläne für Gaskraftwerke, denen sie die Begünstigung fossiler Konzerne und eine Bremse für die Energiewende vorwirft.

InhaltBerlins Kultursenatorin tritt nach Vorwürfen unrechtmäßiger Fördermittelvergabe zurück. Und: Fridays for Future protestiert gegen Energiepolitik der Bundesregierung. Berlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt angekündigt und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) um ihre Entlassung gebeten. Anlass ist ein Bericht des Berliner Landesrechnungshofs, der bei der Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse feststellt. Bereits zuvor hatte Wedl-Wilson ihren Staatssekretär Oliver Friederici entlassen. Ihren Rücktritt begründet sie mit politischer Verantwortung und dem Ziel, weiteren Schaden im Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Berlin abzuwenden. Wedl-Wilson war weniger als ein Jahr im Amt. Was wird ihr konkret vorgeworfen, und welche Folgen hat der Rücktritt – auch für die Berliner CDU? Darüber spricht Raoul Löbbert, Redakteur im Kulturressort der ZEIT, im Podcast. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft bundesweit zu Protesten gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf. In rund 60 Städten demonstrieren Aktivistinnen und Aktivisten am "Gas-Aktionstag" vor Rathäusern sowie Parteibüros von CDU und SPD. Vorab kritisierte die Bewegung die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Aktivistin Carla Reemtsma wirft ihr vor, mit ihrer Politik fossile Konzerne zu begünstigen und die Energiewende auszubremsen. Kritik kam vor allem wegen Plänen für Gaskraftwerke auf, die künftig die Stromversorgung absichern sollen, und die derzeit noch regierungsintern abgestimmt werden. Auch Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) äußerte daran Kritik. Petra Pinzler, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche Rolle Fridays for Future heute noch in der Klimadebatte spielt. Außerdem im Update: Und sonst so? Ein Berliner Platz erinnert künftig an die jüdische Widerstandskämpferin Eva Mamlok Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.