Datum24.04.2026 15:13
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Apfelbaumgespinstmotte muss jetzt bekämpft werden, da die Raupen vielerorts bereits aktiv sind. Der optimale Zeitpunkt für den Einsatz nützlingsschonender Pflanzenschutzmittel, wie Bacillus thuringiensis für Hausgärten, ist erreicht, wenn die Raupen die schützenden Blätter verlassen. Ein starker Befall kann zu Blattverlust, Ertragsausfall und Wachstumsbeeinträchtigungen führen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schädlinge“. Lesen Sie jetzt „Jetzt Apfelbaumgespinstmotte bekämpfen“. Der Zeitraum zur effektiven Bekämpfung der Apfelbaumgespinstmotte hat begonnen. Vor allem im Süden Hessens würden die Raupen bereits an vielen Obstbäumen ihre Gespinste fertigen, teilte der hessische Landesbetrieb Landwirtschaft (LLH) mit. Der optimale Zeitraum zur Bekämpfung der kleinen Raupen mit zugelassenen, nützlingsschonenden Pflanzenschutzmitteln habe in Landesteilen von Hessen, wie etwa im Raum Wiesbaden, im Rheingau und in Teilen von Frankfurt und der südlichen Wetterau bereits begonnen, sagte Tobias Storch, Pflanzenschutzberater beim LLH. Wenn die warmen Temperaturen gepaart mit hohen Sonnenscheinstunden anhalten, würde die Entwicklung in anderen Regionen wie dem Main-Taunus- und Main-Kinzig-Kreis, der nördlichen Wetterau, als auch die betroffenen Bereiche im Landkreis Gießen, rund um Marburg und im Lahn-Dill-Kreis rasch nachziehen. Der LLH rät daher zu eigenständigen Kontrollen und Bekämpfungsmaßnahmen. Wenn die Raupen, wie aktuell vielerorts der Fall, die schützenden Blätter verlassen und zur Triebspitze wandern, ist der Zeitpunkt für eine Bekämpfung optimal. Für den Haus- und Kleingarten können zur Behandlung laut LLH Pflanzenschutzmittel mit dem biologischen Wirkstoff Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Wenn ganze Äste oder gar komplette Bäume eingesponnen würden, könne es zu totalem Blattverlust und völligem Ertragsausfall kommen, warnt der Landesbetrieb. Ein starker Befall kann das Wachstum der Bäume demnach auch noch in den darauffolgenden Jahren beeinträchtigen. © dpa-infocom, dpa:260424-930-989188/1