Gesellschaft: Berlin startet neues Projekt gegen digitale Gewalt

Datum24.04.2026 14:31

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlin hat ein neues Projekt zur Bekämpfung digitaler geschlechtsspezifischer Gewalt gestartet. Die Initiative "Ein Team gegen digitale Gewalt" zielt darauf ab, Fachkräfte in Frauenhäusern und Beratungsstellen zu schulen und mit technischem Wissen auszustatten. Ziel ist es, den Betroffenen schneller und besser helfen zu können, da diese Art der Gewalt, die von Spionage-Apps bis zu heimlichen Trackern reicht, stark zugenommen hat und bestehende Gewaltverhältnisse verschärft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesellschaft“. Lesen Sie jetzt „Berlin startet neues Projekt gegen digitale Gewalt“. Berlin startet ein neues landesweites Projekt gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt aus dem sozialen Umfeld. Das teilte die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit. Ziel der Initiative "Ein Team gegen digitale Gewalt" ist es, Fachkräfte in Frauenhäusern, Schutzunterkünften und Beratungsstellen zu unterstützen und damit auch Betroffenen schneller passgenaue Hilfe zu ermöglichen. "Berliner Fachberatungsstellen und Frauenhäuser berichten seit Jahren von einem deutlichen Anstieg digitaler Gewalt", teilte die auch für den Bereich Gleichstellung und Antidiskriminierung zuständige Senatsverwaltung mit. "Gleichzeitig fehlt es vielerorts an Schulungsangeboten, technischem Wissen und einheitlichen Schutz- und Handlungskonzepten."  Genau hier soll das neue Projekt ansetzen. Es bietet Fortbildungen für Fachkräfte, technische Fallberatung bei konkreten Verdachtsfällen sowie Unterstützung beim Aufbau von Sicherheitskonzepten in den Einrichtungen.  Das bestehende Hilfesystem soll damit gezielt um technische Expertise im Umgang mit digitaler Gewalt erweitert werden. "Gerade digitale Gewalt greift immer tiefer in den Alltag von Betroffenen ein und verschärft bestehende Gewaltverhältnisse oft zusätzlich", sagte Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD). "Deshalb entwickeln wir unsere Schutzstrukturen in Berlin konsequent weiter. " Miriam Ruhenstroth von der neuen Initiative ergänzte, digitale Gewalt gehöre für Fachkräfte in Frauenhäusern und Beratungsstellen zum Alltag. "Das geht weit über das Phänomen "Hatespeech" hinaus: Täter installieren zum Beispiel heimlich Spionage-Apps und überwachen den Standort mit Hilfe versteckter Bluetooth-Tracker." Das gefährde nicht nur gewaltbetroffene Personen, sondern zum Beispiel auch Schutzeinrichtungen, deren Adressen geheim seien. © dpa-infocom, dpa:260424-930-988827/1