Datum24.04.2026 13:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDie hessische Polizei reformiert ihre Kriminalitätsbekämpfung mit dem Projekt "P25". Ziel ist eine schnellere und professionellere Ermittlung durch Zentralisierung, stärkere Datennutzung und moderne Technik. Angels und Clearingstellen sollen Massen- und organisierte Kriminalität effektiver bekämpfen. Die Umstrukturierung soll die Effizienz steigern, nicht Kosten senken. Polizeistationen bleiben erhalten, die örtliche Präsenz wird nicht reduziert.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Mehr Tempo, mehr Daten: Polizei Hessen krempelt sich um“. Die hessische Polizei stellt ihre Strukturen zur Bekämpfung von Kriminalität grundlegend neu auf. Ziel ist eine professionellere und effizientere Ermittlungsarbeit, wie der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) sagte. Er präsentierte in Frankfurt gemeinsam mit Landespolizeipräsident Felix Paschek und dem Präsidenten des Landeskriminalamts (LKA), Daniel Muth, das Projekt "P25". Zudem sollen technische Möglichkeiten besser genutzt und wirkungsvoller eingesetzt werden, sagte Poseck. Hintergrund sei eine veränderte Kriminalitätslage, die zunehmend international, komplex und digital geprägt sei. "Und auf diese Entwicklung müssen und wollen wir reagieren." Kern des Vorhabens ist eine stärkere Zentralisierung auf Ebene der Polizeipräsidien, wie Poseck erklärte. Dadurch sollen Ermittlungen professioneller und schneller werden, sagte Muth. Moderne Technik und eine intensivere Datenanalyse sollen helfen, sowohl Massenkriminalität als auch organisierte Kriminalität wirksamer zu bekämpfen. Geplant seien zudem sogenannte Clearingstellen für Massenkriminalität, um große Fallzahlen effizient zu bearbeiten und Serienzusammenhänge schneller zu erkennen. Im sogenannten Operations Hub in Frankfurt sollen Teams aus den Polizeipräsidien mit Personal aus dem LKA gemeinsam an einzelnen Verfahren enger zusammenarbeiten, sagte Muth. Ziel sei es, "außerhalb der klassischen Linienorganisation sehr agil" zu ermitteln und neue technische Möglichkeiten schneller zu nutzen. Trotz der Umstrukturierung sollen Polizeistationen und -posten erhalten bleiben. Die Präsenz vor Ort werde nicht reduziert, betonte Poseck. Das Projekt diene nicht der Kostensenkung, sondern der Effizienzsteigerung. Langfristig könnten durch eine intensivere Vermögensabschöpfung zusätzliche Einnahmen entstehen. Vorrang habe jedoch die Verbesserung der Sicherheitslage. © dpa-infocom, dpa:260424-930-988613/1