Datum24.04.2026 12:15
Quellewww.zeit.de
TLDRDie GEW fordert von der rheinland-pfälzischen Landesregierung mehr Mittel für Förderschulen, die geistig und körperlich behinderte Kinder unterrichten. Angesichts steigender Schülerzahlen und erhöhter Betreuungsanforderungen mahnt die GEW eine bessere Ausstattung mit Fachkräften und angemessenen Räumlichkeiten an, um "die Schwächsten der Schwachen" nicht abzuhängen. Das Bildungsministerium betont die Bemühungen, die Ausbildung und Einstellung von Förderschullehrkräften zu verbessern und die Fortbildung für Inklusion zu stärken.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildung“. Lesen Sie jetzt „GEW: Mehr Unterstützung für die "Schwächsten der Schwachen"“. Die GEW fordert von der neuen rheinland-pfälzischen Landesregierung mehr Unterstützung für Förderschulen mit geistig und körperlich behinderten Kindern. "Die Schwächsten der Schwachen dürfen nicht abgehängt werden", mahnte GEW-Vorstand Stefan Jakobs in Mainz. Das Land müsse mehr Geld in die Hand nehmen, um für eine bessere Ausstattung mit Fachkräften und Schulgebäuden zu sorgen. Wenn Räume fehlten oder zu klein seien, verschärfe das die ohnehin komplexe Situation an den Förderschulen erheblich, erklärte die GEW. Enge, Lärm und Reizüberflutung führten gerade bei geistig beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen zu zusätzlichen Belastungen und herausforderndem Verhalten. Nach einer Umfrage unter 40 Schulen mit dem Schwerpunkt ganzheitliche und motorische Entwicklung wurde zudem bemängelt, dass Stellen dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum unbesetzt blieben. Nahezu alle von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) befragten Schulen hätten von deutlich steigenden Zahlen von Schülerinnen und Schüler berichtet. Die Anforderungen für deren Betreuung hätten sich deutlich erhöht. Viele Kinder zeigten größere Schwierigkeiten in der Alltagsbewältigung, eingeschränkte Kommunikationsfähigkeiten sowie geringere Selbstregulation. Auch aggressives Verhalten nehme zu. Das Recht jedes Kindes auf bestmögliche Förderung und Teilhabe sei leitend für die Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz, erklärte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Dazu gehöre auch eine verlässliche und qualitativ hochwertige Unterstützung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Dem Bildungsministerium sei bewusst, dass die Schulen in diesem Bereich vor besonderen Herausforderungen ständen. Deshalb werde der Ausbau der Ausbildung und die Einstellung von Förderschullehrkräften konsequent weiter vorangetrieben. Zugleich werde die Fortbildung aller Lehrkräfte im Umgang mit Heterogenität und inklusiven Lernsettings weiter gestärkt. © dpa-infocom, dpa:260424-930-987869/1