Südkorea: Staatsanwälte fordern weitere Haftstrafe für Südkoreas Ex-Präsidenten

Datum24.04.2026 11:26

Quellewww.zeit.de

TLDRSüdkoreas Staatsanwaltschaft fordert eine zusätzliche Freiheitsstrafe von 30 Jahren für Ex-Präsident Yoon Suk Yeol. Ihm wird vorgeworfen, Drohnenflüge über Nordkorea zur Schaffung eines Vorwands für die Ausrufung des Kriegsrechts instrumentalisiert zu haben. Diese Aktionen hätten eine kriegsähnliche Situation herbeigeführt und Nordkorea den Zugriff auf militärische Informationen ermöglicht. Yoon wurde bereits zu lebenslanger Haft verurteilt und anschließend vom Verfassungsgericht des Amtes enthoben, nachdem er zeitweise das Kriegsrecht ausgerufen hatte.

InhaltYoon Suk Yeol habe Drohnenflüge über Nordkorea instrumentalisiert, wirft ihm Südkoreas Staatsanwaltschaft vor. Sie fordert eine zusätzliche Freiheitsstrafe von 30 Jahren. Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat eine weitere Freiheitsstrafe für den inhaftierten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol gefordert. Yoon habe mit Drohnenflügen über Nordkorea einen Vorwand für die Ausrufung des Kriegsrechts schaffen wollen, gaben die zuständigen Sonderstaatsanwälte an. Sie forderten eine 30-jährige Haftstrafe für Yoon. Die Verteidigung des 65-jährigen ehemaligen Präsidenten äußerte sich zunächst nicht. Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Yoon im Herbst 2024 Drohnenflüge über der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang angeordnet habe. Nach Ansicht der Anklage habe der ehemalige Präsident damit bewusst eine kriegsähnliche Situation herbeiführen wollen. Zudem habe Nordkorea nach dem Absturz der Fluggeräte auf geheime Informationen über die militärische Ausrüstung zugreifen können. Der ehemalige südkoreanische Präsident Yoon wurde im Februar zu lebenslanger Haft verurteilt. Vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits mit der Opposition hatte er am 3. Dezember 2024 zeitweise das Kriegsrecht ausgerufen. Obwohl das Parlament von Soldaten umstellt wurde, versammelten sich ausreichend viele Abgeordnete im Plenarsaal, um gegen das Notstandsdekret zu stimmen. Das Parlament leitete ein Amtsenthebungsverfahren ein. Yoon wurde im April 2025 vom Verfassungsgericht offiziell des Amtes enthoben. Im Februar 2026 wurde er wegen der "Anführung eines Aufstands" schuldig gesprochen. Yoon ging gegen das Urteil in Berufung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.