Natur: Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalts Wäldern

Datum24.04.2026 11:03

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Sachsen-Anhalt ging der Anteil von Schadholz am Holzeinschlag 2025 auf 20,7 Prozent zurück, leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt wurden 1,17 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen, die Hälfte des Rekordjahres 2020, als Insektenbefall zu über 80 Prozent Schadholz führte. Die Insektenproblematik hat sich entspannt. Kiefern und Lärchen dominierten den Einschlag. Ein Großteil des Holzes wurde wirtschaftlich genutzt, überwiegend als Stamm- und Industrieholz. Die Zahlen deuten auf eine Erholung der Wälder hin.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Natur“. Lesen Sie jetzt „Weniger Schadholz in Sachsen-Anhalts Wäldern“. In Sachsen-Anhalts Wäldern ist 2025 deutlich weniger Holz wegen Schäden gefällt worden als noch in den Jahren zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag der Anteil des sogenannten Schadholzes am gesamten Holzeinschlag bei 20,7 Prozent und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt von 22,1 Prozent. Insgesamt wurden rund 1,17 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Das ist nur etwa halb so viel wie im Rekordjahr 2020, als extreme Waldschäden zu einem deutlich höheren Einschlag geführt hatten. Damals lag der Anteil des Schadholzes sogar bei mehr als 80 Prozent. Hauptursache für die Schäden war auch 2025 wieder Insektenbefall. Allerdings hat sich die Lage entspannt: Mit rund 105.800 Kubikmetern lag der Wert des dadurch geschlagenen Holzes nur noch etwa halb so hoch wie im Jahr zuvor und weit unter den Spitzenwerten von 2020 und 2021. Den größten Anteil am Holzeinschlag hatten Kiefern und Lärchen mit gut 70 Prozent. Laubhölzer wie Buche machten rund 15 Prozent aus, Eichen knapp über 10 Prozent. Ein Großteil des Holzes wird wirtschaftlich genutzt: Knapp die Hälfte ist Stammholz für die Säge- und Furnierindustrie, weitere rund 44 Prozent gehen als Industrieholz etwa in die Papier- oder Holzwerkstoffproduktion. Nur ein kleiner Teil wird als Energieholz verwendet oder bleibt ungenutzt. Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Wälder in Sachsen-Anhalt nach den massiven Schäden der vergangenen Jahre etwas stabilisiert haben. © dpa-infocom, dpa:260424-930-987292/1