Debatte um Fördermittel: Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin

Datum24.04.2026 10:53

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson entlassen, nachdem diese nach Kritik des Rechnungshofs wegen rechtswidriger Fördermittelvergabe um ihre Entlassung gebeten hatte. Wedl-Wilson tritt zurück, um den Kampf gegen Antisemitismus zu schützen. Wegner dankte ihr für ihre Arbeit und versicherte, dass die Vergabe von Mitteln gegen Antisemitismus künftig rechtssicher erfolgen werde. Die Regierungsumbildung erfolgt fünf Monate vor der Abgeordnetenhauswahl.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Debatte um Fördermittel“. Lesen Sie jetzt „Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat das Rücktrittsgesuch von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson angenommen und der parteilosen Politikerin für ihre Arbeit gedankt. "Sarah Wedl-Wilson übernimmt politisch und persönlich Verantwortung – dafür gebührt ihr Respekt", erklärte Wegner, der nun fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus noch einmal seine schwarz-rote Regierung umbilden muss.  Wedl-Wilson sei es als Kulturstaatssekretärin und seit 2025 als Senatorin gelungen, auch in herausfordernden Zeiten die Qualität der Berliner Kunst und Kultur zu fördern und zu stärken, so Wegner. Und sie habe alles dafür getan, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt zu stärken und gleichzeitig Antisemitismus zu bekämpfen.  Am Morgen hatte Wedl-Wilson im Zusammenhang mit der laut Rechnungshof rechtswidrigen Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus um ihre Entlassung gebeten. Sie habe sich dazu entschlossen, um Schaden von dem so wichtigen Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Berlin abzuwenden, sagte sie.  "Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wird durch den von Sarah Wedl-Wilson gestarteten Prozess nun sicherstellen, dass es eine rechtssichere Förderkulisse bei Projekten gegen Antisemitismus geben wird", kündigte Wegner an. "Denn auch das ist sicher: Wir werden im Kampf gegen Antisemitismus in Berlin nicht nachlassen." © dpa-infocom, dpa:260424-930-987211/1