Datum24.04.2026 10:33
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter in NRW stieg 2023 auf über 201.000, ein Zuwachs von 3%. Frauen sind stärker betroffen. Gründe sind der Renteneintritt mehrer Generationen und gestiegene Regelsätze. Ukrainische Staatsbürger verzeichnen ebenfalls einen Anstieg. Die Grundsicherung bei Erwerbsminderung verzeichnete einen leichten Rückgang, insgesamt erhielten 326.285 Personen in NRW Grundsicherung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Statistik“. Lesen Sie jetzt „Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter gestiegen“. Die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter erhalten, ist in Nordrhein-Westfalen erneut gestiegen. Nach Angaben des Landesstatistikamtes bezogen Ende vergangenen Jahres 201.940 Menschen entsprechende Leistungen - 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zunahme fiel damit jedoch geringer aus als im Vorjahr (plus 6 Prozent). Frauen sind häufiger betroffen, ihr Anteil liegt bei 58 Prozent. Laut der Behörde dürfte die Anhebung der Regelsätze im Vorjahr zum stärkeren Anstieg beigetragen haben. 2025 wurden die Sätze nicht erhöht. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger der sogenannten Grundsicherung im Alter ist seit 2020 kontinuierlich gewachsen. Damals wurden gut 155.000 registriert. Nach Angaben von IT.NRW ist dies darauf zurückzuführen, dass mehr Menschen das Rentenalter erreicht haben und der Anteil der Leistungsbezieher unter Älteren zugenommen hat. Bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit fiel der Anstieg in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich aus. Das Statistikamt begründet dies unter anderem mit dem Zuwachs bei Ukrainerinnen und Ukrainern. Ende 2025 bezogen in NRW 23.720 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit Grundsicherung im Alter, knapp 10 Prozent mehr als Ende 2024. Die Steigerung fiel ebenfalls geringer aus als im Vorjahr (plus 14,5 Prozent). Bei der Grundsicherung wegen Erwerbsminderung wurde zuletzt ein leichter Rückgang registriert. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger sank 2025 um 0,6 Prozent auf 124.345. Bereits in den Vorjahren gab es eine Abnahme. Insgesamt bezogen zum Jahresende 326.285 Menschen im Bundesland eine der beiden Grundsicherungsleistungen. Der Zuwachs war im vergangenen Jahr mit 1,6 Prozent jedoch geringer als 2024, als das Plus bei 3,7 Prozent lag. Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung haben Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen decken können und entweder dauerhaft voll erwerbsgemindert sind oder die Regelaltersgrenze erreicht haben. © dpa-infocom, dpa:260424-930-987092/1