Datum24.04.2026 07:39
Quellewww.zeit.de
TLDRFridays for Future wirft Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, mit der Gasindustrie zu "kuscheln" und Energiepolitik zugunsten fossiler Konzerne zu betreiben. Die Klimaschutzbewegung kritisiert Reiches Haltung als "Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne", obwohl gesellschaftlicher Wille und Lösungen für erneuerbare Energien vorhanden seien. An diesem Freitag finden bundesweit Proteste mit Tausenden Teilnehmern an etwa 60 Orten statt, um gegen die Klima- und Energiepolitik der Regierung zu demonstrieren.
InhaltDie Klimaschützer kritisieren die Energiepolitik der Wirtschaftsministerin als "Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne". Bundesweit sind Protestaktionen geplant. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) im Vorfeld bundesweit geplanter Protestaktionen Vetternwirtschaft mit der Gasindustrie vorgeworfen. "Sie betreibt als Personalunion von Bundesregierung und Gaslobby mit Vollgas eine Umverteilung in die Hände fossiler Großkonzerne", sagte die Aktivistin Carla Reemtsma gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Dabei seien der gesellschaftliche Wille und die Lösungen für einen schnellen Ausbau von sauberen Erneuerbaren und einer Abkehr vom "dreckigen Gas" längst da. Mit einem bundesweiten Aktionstag demonstriert Fridays for Future an diesem Freitag gegen die Klima- und Energiepolitik der Bundesregierung. An rund 60 Orten in ganz Deutschland soll es Aktionen geben, etwa vor Rathäusern und den Parteibüros der Regierungsparteien CDU und SPD. Nach eigenen Angaben der Bewegung werden bundesweit mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Unter den geplanten Rednerinnen und Rednern ist auch die Aktivistin Luisa Neubauer. In Berlin soll eine Demonstration am Nachmittag von der CDU-Zentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus am Tiergarten, bis zum frühen Abend zur Bundeszentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus in Kreuzberg, führen. Dort soll jeweils Reiches "lange fossile Rechnung, die wir alle bezahlen müssen" auf einem ein 14 Meter langen Banner mit Entscheidungen, die aus Sicht der Klimaschützer kritikwürdig sind, entrollt werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.