Datum24.04.2026 05:57
Quellewww.zeit.de
TLDRKolumbien und die Niederlande veranstalten in Santa Marta eine Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien, da frühere Klimakonferenzen (COP29/30) hierbei scheiterten. Ziel ist ein konkreter Prozess zur Abkehr von Kohle, Öl und Gas, die Hauptursache für CO2-Emissionen. Gleichzeitig fand in Barcelona eine sozialdemokratische Strategiekonferenz statt, die sich auf Wirtschaftsfragen konzentrierte, um die Linke aus ihrer Krise zu führen und als Gegenbewegung zu erfolgreichen rechten Strategiekonferenzen zu agieren.
InhaltKolumbien und die Niederlande veranstalten eine Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien. Was soll in Santa Marta geschehen? Und: internationale Linke in Barcelona Am heutigen Freitag treffen sich im kolumbianischen Santa Marta rund fünfzig Staaten erstmals zu einer Konferenz, bei der es nur um den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas gehen soll. Die Regierungskonferenz wird von Kolumbien und den Niederlanden gemeinsam ausgerichtet – aus Frust über die Ergebnisse der COP29 in Aserbaidschan und auch bei der COP30 im brasilianischen Belém 2025. Dort verhinderten einige Staaten, dass der Fossilausstieg als zentrale Voraussetzung von Klimaschutz festgeschrieben wurde. Nach Angaben der Gastgeber sei die Konferenz in Santa Marta allerdings keine Gegen-COP, man wolle hier einen "konkreten Prozess" anstoßen, weg von den Fossilen, hin zu "nachhaltigen Gesellschaften und Volkswirtschaften". Rund 90 Prozent aller Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit entstehen durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Der ZEIT Wissen-Redakteur Stefan Schmitt spricht im Podcast über die Konferenz. Am vergangenen Wochenende hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einer sozialdemokratischen Strategiekonferenz in Barcelona eingeladen. Die "Global Progressive Mobilisation" sollte der Linken den Weg aus ihrer Krise weisen – mit der Konzentration auf Wirtschaftsfragen. Mehr als 4.000 Menschen haben daran teilgenommen, darunter waren etwa 100 Politiker aus 40 Ländern, Wissenschaftler und weitere Gäste. Rechte veranstalten seit einigen Jahren eigene Strategiekonferenzen – und sind gerade die besseren Internationalisten. Muss die Linke also ein bisschen mehr wie die Rechte werden? Nicht in der Politik, da waren sich bei der Konferenz alle einig, zumal die eher rechten Sozialdemokraten aus Großbritannien und Dänemark nicht nach Barcelona gereist sind. Wie wollen die Linken in Zukunft also wieder erfolgreicher werden? Der politische Korrespondent der ZEIT, Robert Pausch, war bei der Konferenz in Barcelona dabei. Und sonst so? Teure Cockpit-Selfies zum Abschied. Moderation und Produktion: Roland Jodin Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.