Datum24.04.2026 04:10
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Fluglotsenfehler am New Yorker Flughafen LaGuardia führte zu einer tödlichen Kollision. Ein Air-Canada-Flugzeug rammte ein Feuerwehrfahrzeug auf der Landebahn, wobei zwei Piloten starben. Ursächlich waren die Freigabe für das Fahrzeug, die Startbahn zu kreuzen, während ein Flugzeug im Anflug war, sowie Kommunikationsprobleme. Dem Feuerwehrfahrzeug fehlte ein Transponder, der den Lotsen eine automatische Warnung ermöglicht hätte. Die Untersuchung dauert noch an.
InhaltBeim Unfall am Flughafen LaGuardia rammte ein Flugzeug der Air Canada ein Feuerwehrfahrzeug auf der Landebahn – zwei Piloten starben. Nun legt die Verkehrssicherheitsbehörde dar, warum niemand rechtzeitig eingreifen konnte. Der tödliche Unfall am New Yorker Flughafen LaGuardia am 22. März ist einem vorläufigen Untersuchungsbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB zufolge durch mehrere Kommunikationsfehler und dem Fehlen geeigneter Ausrüstung verursacht worden. Dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zufolge bestand einer der gravierendsten Fehler darin, dass die Fluglotsen der Besatzung eines Feuerwehrfahrzeugs die Freigabe erteilten, die Startbahn zu kreuzen, während ein Flugzeug im Anflug war. Auf dem Flughafen LaGuardia hatte am 22. März kurz vor Mitternacht ein Flugzeug der Fluggesellschaft Air Canada auf der Landebahn ein Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr gerammt. Die beiden kanadischen Piloten kamen dabei ums Leben. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt, darunter die zwei Insassen des Einsatzfahrzeugs. Ein Fluglotse hatte dem Protokoll des Towers zufolge den Fehler wenige Sekunden später bemerkt und die Besatzung des Feuerwehrfahzeugs angewiesen: "Stop, stop, stop." Der NTSB-Untersuchungsbericht stellte jedoch fest, dass einer der beiden Insassen des Fahrzeugs "nicht wusste, an wen diese Anweisung gerichtet war". Anschließend habe er gehört: "Truck eins, stop, stop, stop", und erkannt, dass die Aufforderung ihnen galt. Zu diesem Zeitpunkt sei das Fahrzeug jedoch bereits auf die Startbahn gefahren. Ein weiterer Faktor bei dem Unfall sei das Fehlen eines Transponders im Feuerwehrfahrzeug gewesen. Ein an Bord befindlicher Transponder hätte die Fluglotsen automatisch darauf aufmerksam gemacht, dass sich das Flugzeug und das Fahrzeug möglicherweise auf Kollisionskurs befanden, hieß es in dem Untersuchungsbericht. Da es kein solches Gerät gab, "war das System nicht in der Lage, die Flugspur des Flugzeugs mit der Spur von Truck eins zu korrelieren und sagte keinen möglichen Konflikt mit dem landenden Flugzeug voraus", hieß es weiter. Die vollständige Untersuchung der NTSB läuft noch, ein abschließender Bericht steht noch aus. Die Untersuchung kann bis zu einem Jahr dauern.