Datum24.04.2026 00:01
Quellewww.zeit.de
TLDRMarkus Söder will auf Social Media künftig weniger Essaensfotos posten und stattdessen mehr politische Inhalte teilen, um der angespannten wirtschaftlichen und außenpolitischen Lage gerecht zu werden. Er reagiert damit auf interne Kritik und die teils schwachen CSU-Ergebnisse bei Kommunalwahlen. Obwohl er betonte, dass seine Essensposts nur einen geringen Teil seiner Online-Aktivitäten ausmachten, kündigte er eine Anpassung seiner Kommunikation an. Eine Kabinettsumbildung sieht er derzeit nicht als notwendig an.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ministerpräsident“. Lesen Sie jetzt „Söder: Weniger Döner, mehr Politik“. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, bekennender Fan sich drehender Fleischspieße, will künftig weniger Fotos auf Social Media posten, die ihn beim Essen zeigen - und mehr ernste Inhalte. "Aktuell verschärft sich die wirtschaftliche und außenpolitische Lage von Woche zu Woche – die Kommunikation muss sich natürlich dieser Lage anpassen", sagte Söder dem "Münchner Merkur" (Freitag). "Ich nehme Kritik immer an", sagte Söder, dem auch parteiintern zu viel Klamauk vorgeworfen worden war. Auch das teils schwache Abschneiden der CSU bei den Kommunalwahlen im März war mit Söders Außenauftritt in Verbindung gebracht worden. "Natürlich darf man bei Social Media weiterhin authentisch sein. Inzwischen weiß aber auch jeder, was ich gern esse. Daher gibt es wirklich andere Themen", betonte er in dem Interview der Zeitung. Schon bisher habe er auf Social Media über 80 Prozent politische Posts abgesetzt. Nachrichten mit Döner als Inhalt hätten weniger als ein Prozent seiner Aktivitäten ausgemacht. Neben seinen Social-Media-Auftritten sieht Söder aber nicht allzu viel Justierungsbedarf. Das bayerische Kabinett sei schwungvoll und arbeite eng mit der Landtagsfraktion der CSU zusammen - die Notwendigkeit einer Umbildung seiner Ministerriege sieht er gegenwärtig nicht. "Jede Ministerin und jeder Minister hat sich in die Themenbereiche eingearbeitet und bewährt." © dpa-infocom, dpa:260423-930-985772/1