Chip-Konzern: Intel übertrifft in KI-Boom Wall-Street-Erwartungen

Datum23.04.2026 22:51

Quellewww.zeit.de

TLDRDank des KI-Booms übertrifft Intel die Erwartungen der Wall Street: Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie erreichte 0,29 Dollar. Trotz eines Quartalsverlusts von 4,28 Milliarden Dollar konnte Intel Kunden wie Tesla gewinnen und übertraf mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal die Markterwartungen. Die Aktie reagierte positiv auf diese Nachrichten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Chip-Konzern“. Lesen Sie jetzt „Intel übertrifft in KI-Boom Wall-Street-Erwartungen“. Der Chipkonzern Intel übertrifft dank der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des KI-Ausbaus deutlich die Wall-Street-Erwartungen. Im vergangenen Quartal habe man sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch verkaufen können, sagte Finanzchef David Zinsner dem US-Sender CNBC. Auch habe Intel Preissteigerungen durchsetzen können. Als Folge stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar (11,64 Mrd Euro). Analysten hatten im Schnitt eher mit Erlösen von 12,4 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erreichte Intel 0,29 Dollar - weit über der durchschnittlichen Prognose von 0,01 Dollar. Unterm Strich gab es allerdings einen weiteren hohen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar nach roten Zahlen von 887 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Intel investiert gerade in großem Stil in neue Produktionsprozesse, die den einstigen Marktführer aus der Krise bringen sollen. Intel konnte aber zuletzt den Elektroauto-Vorreiter Tesla als Kunden gewinnen, bei dem Firmenchef Elon Musk die Produktion eigener Chips ausbauen will. Intel überraschte die Anleger auch mit dem Umsatzausblick für das laufende Quartal. Der Konzern rechnet mit Erlösen zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar, während am Markt im Schnitt eine Prognose von rund 13,1 Milliarden Dollar erwartet wurde. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um rund 13 Prozent. Intel versucht unter dem seit rund einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen, und gab dafür auch die Pläne zum Bau eines Werks in Magdeburg auf. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen.  Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren. © dpa-infocom, dpa:260423-930-985661/1