Datum23.04.2026 19:55
Quellewww.zeit.de
TLDRÜber 120 US-Organisationen warnen Fußballfans und Reisende vor rechtenverletzungen bei der WM in den USA. Sie befürchten willkürliche Einreiseverweigerungen, Festnahmen, Durchsuchungen elektronischer Geräte und eine "gewaltsame Durchsetzung" von Einwanderungsgesetzen. Die Organisationen fordern die FIFA auf, Druck auf die US-Regierung auszuüben, um die Sicherheit aller Besucher zu gewährleisten, da die WM zu einem großen Teil in den USA stattfindet.
InhaltMehr als 120 US-Organisationen haben Fußballfans und andere USA-Reisende vor "schweren Verletzungen ihrer Rechte" während der WM gewarnt. Sie listen viele Gefahren auf. Mehr als 120 US-Organisationen haben Fußballfans und andere USA-Reisende vor "schweren Verletzungen ihrer Rechte" während der Fußball-WM gewarnt. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU etwa begründete ihre Warnung an "Fans, Spieler, Journalisten und andere Besucher" mit dem "drakonischen einwanderungs- und menschenrechtsfeindlichen Kurs" der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Der Weltfußballverband Fifa müsse deshalb dringend Druck auf die US-Regierung ausüben. Die Organisationen listen mehrere Risiken für USA-Reisende auf: Sie müssten demnach mit einer willkürlichen Einreiseverweigerung, mit "Festnahme, Inhaftierung und/oder Abschiebung" sowie mit Kontrollen ihrer elektronischen Geräte und Konten in Online-Netzwerken rechnen. Gewarnt wird auch vor einer "gewaltsamen und verfassungswidrigen Durchsetzung" von Einwanderungsgesetzen in den USA sowie vor "grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung bis hin zum Tod" im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE. Die Fifa müsse endlich ihren Einfluss nutzen, "um auf deutliche politische Veränderungen und verbindliche Zusagen zu drängen, die dafür sorgen, dass sich Menschen beim Reisen und während der Spiele sicher fühlen können", forderte der ACLU-Menschenrechtsexperte Jamil Dakwar. Die Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli in den USA, in Mexiko und Kanada statt. 78 der 104 Spiele werden in den USA ausgetragen. Fifa-Präsident Gianni Infantino steht wegen seiner Nähe zu Us-Präsident Trump schon länger in der Kritik.