Datum23.04.2026 17:06
Quellewww.zeit.de
TLDRLaut einer Unesco-Studie liegen Mädchen in Mathematik stärker zurück als Jungen, und das in so vielen Ländern wie seit 30 Jahren nicht mehr. Ursachen könnten die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und die Vernachlässigung der Mädchenbildung während Schulschließungen sein. Die Förderung mathematischer Kompetenzen wird als entscheidend für wirtschaftliche, soziale Entwicklung und Problemlösung hervorgehoben.
InhaltDie Zahl der Länder, in denen Mädchen in Mathematik hinten liegen, hat den höchsten Stand seit 30 Jahren erreicht. Eine mögliche Ursache ist die Corona-Pandemie. Bei den Leistungen in Mathematik sind Mädchen einer Studie zufolge wieder hinter Jungen zurückgefallen – nachdem sie jahrelang aufgeholt hatten. Die Zahl der Länder, in denen Jungen in Mathematik vorn liegen, habe den höchsten Stand seit fast dreißig Jahren erreicht, teilte die UN-Bildungsorganisation Unesco mit. "Diese Tendenz ist besorgniserregend", heißt es in einer Mitteilung zu den Studienergebnissen. Mathematik-Kompetenzen seien grundlegend "für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, für Innovationen und um Lösungen für die dringenden Probleme der Welt zu finden". Die Studienautoren sahen als eine Ursache die anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie, während der Schulen geschlossen waren und die Bildung von Mädchen vernachlässigt worden sei. Die Studie beruft sich auf Daten, die zwischen 1995 und 2023 in 47 Ländern und Gebieten gegen Ende der Grundschule und in 38 Ländern und Gebieten zu Beginn der Mittelstufe erhoben wurden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.