Jugendkriminalität: Doch Ermittlungen nach Macheten-Überfall auf Kiosk

Datum23.04.2026 16:58

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem Macheten-Überfall auf einen Kiosk in Dortmund ermittelt die Polizei nun doch gegen einen der beiden mutmaßlichen Täter. Einer der Verdächtigen war zum Zeitpunkt der Tat doch bereits 14 Jahre alt, und somit strafmündig. Ursprünglich ging man von zwei 13-Jährigen aus. Der Vorfall hat die Debatte um die Strafmündigkeit neu entfacht. Der 14-Jährige soll mit einem 13-jährigen Komplizen den Kioskbesitzer schwer verletzt haben, dem dabei ein Daumen abgetrennt wurde. Die Ermittlungen dauern an.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jugendkriminalität“. Lesen Sie jetzt „Doch Ermittlungen nach Macheten-Überfall auf Kiosk“. Nach dem brutalen Raubüberfall mit einer Machete auf einen Kioskbesitzer in Dortmund ermittelt die Polizei nun doch gegen einen der beiden sehr jungen mutmaßlichen Tätern. Wie sich gezeigt habe, sei einer der beiden Verdächtigen zum Zeitpunkt der Tat Ende November 2025 doch bereits 14 Jahre alt gewesen, sagte Staatsanwalt Carsten Dombert auf Nachfrage der dpa.  Ursprünglich waren die Ermittler davon ausgegangen, es mit zwei 13-Jährigen und damit strafunmündigen Tatverdächtigen zu tun zu haben. Nun läge für einen der beiden allerdings eine Geburtsurkunde vor, die etwas anderes belege. Die Personaldaten seien aus Syrien angefordert worden, sagte Dombert.  In Deutschland beginnt die strafrechtliche Verantwortung eines Menschen mit dem 14. Geburtstag. Der brutale Vorfall hatte die Debatte um eine Herabsetzung dieser Altersgrenze befeuert. Die "Ruhr Nachrichten" hatten zuvor berichtet.  Gemeinsam mit einem 13-jährigen Komplizen soll der Tatverdächtige einen Kiosk mit einer Machete überfallen und den Betreiber schwer verletzt haben. Dem Betreiber war dabei ein Teil seines Daumens abgetrennt worden.  Beide hätten den bisherigen Ermittlungen zufolge einen gemeinsamen Tatplan ausgeführt. Daher müsse sich der 14-Jährige voraussichtlich auch den Tatbeitrag des Jüngeren anrechnen lassen, wenngleich er es nicht gewesen sein soll, der die Machete einsetzte, so Dombert. Die Ermittlungen dauerten an. © dpa-infocom, dpa:260423-930-984840/1