Datum23.04.2026 10:18
Quellewww.spiegel.de
TLDRZwei Männer aus der Ukraine und Lettland wurden auf der bayerischen A6 festgenommen. Ihnen wird Agententätigkeit zur Sabotage und das Beschaffen gefälschter Ausweisdokumente vorgeworfen. Bei der Verkehrskontrolle wurden unter anderem Kameras, eine Drohne und GPS-Tracker gefunden. Die Verdächtigen, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, kamen in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen.
InhaltGefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker und noch viel mehr: Die Polizei hat zwei Männer aus Osteuropa auf der A6 festgenommen. Der Verdacht: Sie waren in Geheimmission unterwegs. In Bayern hat die Polizei zwei mutmaßliche ausländische Agenten gefasst. Den aus der Ukraine und aus Lettland stammenden Männern werde unter anderem Agententätigkeit zu Sabotagezwecken vorgeworfen, teilten das bayerische Landeskriminalamt und die Generalstaatsanwaltschaft München mit. Der 43 Jahre alte Ukrainer und der 45 Jahre alte Lette seien bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle auf der A6 am 12. April bei Neuendettelsau aufgefallen, hieß es weiter. Sie sollen im Auftrag einer nicht genannten Vereinigung oder Einrichtung außerhalb Deutschlands unterwegs gewesen sein. Bei ihnen seien diverse "verdächtige Gegenstände" gefunden worden, darunter gefälschte Ausweisdokumente, Kameras, eine Drohne, GPS-Tracker, Funkgeräte, mehrere Mobiltelefone und SIM-Karten. Die Generalstaatsanwaltschaft München erwirkte gegen beide Tatverdächtige Haftbefehle. Beide sollen keinen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Sie kamen in Untersuchungshaft. Aufgrund der laufenden Ermittlungen könnten keine weiteren Auskünfte gegeben werden. Außer auf Spionagetätigkeit wird den Männern auch das Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen vorgeworfen.