Datum23.04.2026 12:51
Quellewww.zeit.de
TLDRReza Pahlavi, Sohn des letzten iranischen Schahs, fordert Europa auf, sich aktiv für einen Wandel im Iran einzusetzen und eine Politik der Beschwichtigung gegenüber dem Regime zu beenden. Er betont die wichtige Rolle Europas, sieht diese aber durch zögerliches Handeln selbst untergraben. Pahlavi, der sich als Übergangsführer ins Gespräch bringt, glaubt nicht an diplomatische Lösungen mit der aktuellen Führung in Teheran und warnt vor deren Bedrohungen, auch für Europa.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Iran-Krieg“. Lesen Sie jetzt „Schah-Sohn Pahlavi: Europa hat eine sehr wichtige Rolle“. Der iranische Oppositionspolitiker und Schah-Sohn Reza Pahlavi hat Deutschland und die europäischen Regierungen zu mehr Engagement für einen grundsätzlichen Wandel im Iran aufgerufen. Zugleich warnte er davor, eine Beschwichtigungspolitik ("appeasement") gegenüber dem Herrschaftssystem im Iran fortzuführen. "Meiner Ansicht nach hat Europa eine wichtige, sehr wichtige Rolle. Ich denke aber, Europa untergräbt selbst, was es tun könnte", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der im US-Exil lebende Schah-Sohn hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht. Innerhalb der iranischen Opposition bleibt seine Personalie jedoch hochumstritten. "Ich erwarte von westlichen Regierungen, die deutsche Regierung eingeschlossen, die Herangehensweise in mehr als vier Jahrzehnten zu beenden. Das war ein Versuch der Beschwichtigung in Erwartung von Verhaltungsänderungen des Regimes. Das hat in all den Jahren zu nichts geführt", sagte Pahlavi. Die Führung in Teheran werde niemals befriedigende Lösungen für im In- und Ausland selbst verursachte Instabilität und Krisen anbieten. Es gebe keine diplomatische Lösung mit den Machthabern im Iran, die Bedrohungen, die sich auch gegen Europa richteten, ausräumen könne. © dpa-infocom, dpa:260423-930-983278/1