Datum23.04.2026 11:28
Quellewww.zeit.de
TLDRDie ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka warnt vor einer Ausweitung des russischen Krieges auf Europa, sollte die Ukraine aufgeben. Sie betont, dass die Ukraine trotz anhaltender Angriffe widerstandsfähig bleibt, da Russland ihre Existenz bedroht. Ein Sieg Russlands würde Gesetzlosigkeit und Terror verbreiten. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) unterstreicht die Notwendigkeit der eigenen Handlungs- und Verteidigungsfähigkeit, während der Begriff "kriegstüchtig" innerhalb der SPD diskutiert wird.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sicherheitspolitik“. Lesen Sie jetzt „Generalkonsulin: "In der Ukraine leben keine Superhelden"“. Die ukrainische Generalkonsulin Iryna Tybinka warnt, dass sich Russlands Angriffe bei einem Aufgeben der Ukraine auf weitere Länder Europas ausweiten würden. "Wenn wir aufhören, uns zu schützen, wird der Krieg nicht enden. Er wird sich auf andere Länder Europas ausbreiten", sagte Tybinka bei einem sicherheitspolitischen Dialog der niedersächsischen Landesregierung. "In der Ukraine leben keine Superhelden", sagte die Ukrainerin weiter – dennoch gebe ihr Land auch nach mehr als 1.500 Tagen des Krieges nicht auf, weil Russland die Existenz der Ukraine beenden wolle. "Es existiert keine Alternative. Deshalb zeigen Ukrainer übermenschliche Ausdauer", sagte die Generalkonsulin. "Wenn wir aufhören zu kämpfen, wird Russland siegen und gemeinsam mit ihm alles, was es heute verkörpert: Gesetzlosigkeit, Grausamkeit, Missachtung von Rechten und Freiheiten, Terror und das Recht des Stärkeren." Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) dankte der Generalkonsulin für die Aufforderung, dass man auch in Niedersachsen handlungsfähig, verteidigungsfähig und "vielleicht auch kriegstüchtig" sein müsse, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius sage, damit es zu keinem Krieg komme. Der Begriff "kriegstüchtig" ist innerhalb der SPD umstritten. Lies hatte zum Jahreswechsel erklärt, er verstehe, warum Pistorius diesen Begriff nutze, bleibe persönlich aber lieber bei dem Begriff "verteidigungsfähig". © dpa-infocom, dpa:260423-930-982651/1