ADAC-Statistik: E-Autos erheblich zuverlässiger als Verbrenner

Datum23.04.2026 10:11

Quellewww.spiegel.de

TLDREine ADAC-Statistik zeigt, dass Elektroautos erheblich zuverlässiger sind als Verbrenner. Mit weniger Verschleißteilen haben sie seltener Pannen. Wenn E-Autos doch liegenbleiben, liegt es oft an der Bordelektronik, während Verbrenner häufiger Probleme im Antriebsstrang oder Kraftstoffsystem haben. Defekte 12V-Batterien sind jedoch die häufigste Pannenursache für beide Antriebsarten.

InhaltWeniger Verschleißteile: Wer elektrisch fährt, hat seltener eine Panne, zeigt eine aktuelle Auswertung von Europas größtem Automobilclub. Wenn E-Autos liegenbleiben, liegt das meist an einem Bauteil. Das Familienauto ist voll beladen für den Urlaub, doch dann springt der Wagen nicht an: Pannen passieren meist in besonders ungünstigen Momenten. Im vergangenen Jahr mussten die Pannenhelfer des ADAC 3,7 Millionen Mal ausrücken. Eine Auswertung der Pannenstatistik zeigt: Elektroautos sind erheblich zuverlässiger als Verbrenner. Für die Analyse hatte der ADAC die Pannen von 158 Fahrzeugmodellen von 27 Herstellern ausgewertet und die sogenannte Pannenkennziffer ermittelt. Sie sagt aus, wie viele Pannenfälle pro 1000 Fahrzeuge auftreten. Bei einem vier Jahre alten Elektroauto lag der Wert bei 6,5 – bei einem gleichaltrigen Verbrenner dagegen bei 12,5. Das Muster zeigt sich laut ADAC über alle Altersklassen hinweg. "Der Grund dafür ist, dass in einem Elektroauto deutlich weniger verschleißanfällige Teile verbaut sind", erklärte der ADAC. "Typische Fehlerquellen beim Verbrenner sind etwa Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem." Bei E-Autos gibt es demnach auffällig viele Pannen beim Bordnetz, was ADAC-Experten auf die kompliziertere Bordelektronik zurückführen. Unabhängig vom Antrieb ist allerdings ein Defekt der 12V-Batterie die mit Abstand häufigste Ursache für Einsätze der Pannenhilfe. "Fast die Hälfte aller Fälle geht darauf zurück", erklärte der Automobilclub. Laut der Statistik sind einige Autos besonders zuverlässig, etwa der BMW i3 und das Tesla Model 3. Betrachtet man nur die Verbrenner, haben der Mini und der BMW X2 nur selten Pannen. Einige Autos bleiben dagegen auffallend häufig liegen, etwa der Toyota C-HR sowie die Modelle "RAV4", "Yaris (Cross)" und "Corolla" des japanischen Herstellers. Unter den Elektroautos hat der Hyundai IONIQ 5 häufiger eine Panne, laut ADAC gibt es bei dem Modell Probleme mit einem Bauteil bei der Stromversorgung. Generell steigt die Wahrscheinlichkeit für Pannen, je älter die Fahrzeuge werden. So waren die Autos, die im vergangenen Jahr liegen geblieben waren, im Schnitt 14 Jahre alt. Weil die zugelassenen Autos in Deutschland immer älter werden, müssen die Helfer des ADAC häufiger ausrücken. Im Vergleich zu früher sind ältere Autos heute jedoch zuverlässiger. "Ein zehn Jahre altes Fahrzeug hatte im Jahr 2015 noch eine Pannenwahrscheinlichkeit von 6,5 Prozent – 2025 waren es nur noch 3,1 Prozent", erklärte der ADAC. In Zeiten hoher Spritpreise kommen E-Auto-Fahrer deutlich billiger weg. Mit der falschen Ladekarte kann es trotzdem unnötig teuer werden. Was Sie brauchen, um wirklich zu sparen, lesen Sie hier.