Datum23.04.2026 08:53
Quellewww.zeit.de
TLDRNach einer schlechten Forsa-Umfrage, die die NRW-SPD auf nur noch 14 Prozent sieht, hält sie Krisensitzungen ab. Generalsekretär Cordes informierte die Unterbezirksvorsitzenden über die Ergebnisse des "NRW-Check". Spitzenkandidat Jochen Ott sieht Parallelen zum Bundestrend und verweist auf nötige Korrekturen. Seine geringe Bekanntheit sei laut Ott eine Chance, da die Spitzenkandidatur frühzeitig geklärt wurde.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „"NRW-Check"“. Lesen Sie jetzt „Nach schlechter Umfrage: Krisensitzungen bei der SPD in NRW“. Präsidium und Vorstand der SPD in NRW treffen sich nach dem schlechten Ergebnis in einer neuen Forsa-Wahlumfrage am heutigen Donnerstag und am Sonntag zu Krisensitzungen. Das geht aus einer internen E-Mail von Generalsekretär Frederick Cordes hervor, die der dpa vorliegt. Zuvor hatte "Politico" berichtet. In der E-Mail warnte Cordes am Mittwoch unter anderem die Unterbezirksvorsitzenden vor, dass die Umfrage im Auftrag der nordrhein-westfälischen Tageszeitungen ("NRW-Check") bald veröffentlicht werde und die SPD dort mit 14 Prozent nur noch viertstärkste Kraft sei. Zur Einordnung fügte Cordes ein Interview des Fraktionsvorsitzenden und designierten Spitzenkandidaten Jochen Ott bei, das mit Bezug auf die frischen Zahlen mit der "NRZ" geführt wurde. Gegenüber der Zeitung sagte Ott: "Die Umfragewerte zeigen, dass sich die NRW-SPD vom Bundestrend nicht lösen kann." In NRW habe man "nach enttäuschenden Kommunalwahlen" eine Kurskorrektur vollzogen "und sechs Punkte für 2026 beschlossen, um NRW gerechter zu machen", sagte Ott. "So eine Korrektur braucht es auch im Bund, denn die SPD wird gebraucht", betonte der Politiker in der "NRZ". Laut "NRW-Check" wissen nur 8 Prozent der Wahlberechtigten von Otts Spitzenkandidatur. Dazu sagte der Sozialdemokrat: "Dass meine Bekanntheitswerte noch ausbaufähig sind, ist ein Jahr vor der Landtagswahl nicht überraschend und auch eine Chance. Die NRW-SPD hat bewusst früh für personelle Klarheit gesorgt, damit wir Zeit haben, unsere Ideen bekannter zu machen – und damit auch mich." In der internen E-Mail von Generalsekretär Cordes heißt es, dass das Präsidium der NRW-SPD am heutigen Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammenkommen werde. Der Landesvorstand soll außerordentlich am Sonntag tagen. © dpa-infocom, dpa:260423-930-981939/1