Datum23.04.2026 06:44
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Solarwirtschaft kritisiert geplante Einschnitte bei der Solarförderung durch das Bundeswirtschaftsministerium. Ab 2027 sollen Zuschüsse für kleine Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt wegfallen. Der Branchenverband warnt, dies erschwere den Zugang zu günstigem Solarstrom und gefährde Zehntausende Arbeitsplätze. Das Ministerium begründet die Kürzungen mit gesunkenen Kosten, da kleine Anlagen oft auch ohne Förderung wirtschaftlich seien.
InhaltDie Solarbranche warnt vor den Folgen, wenn Förderungen für erneuerbare Energien gestrichen werden. Das Wirtschaftsministerium begründet die Pläne mit gesunkenen Kosten. Der Bundesverband Solarwirtschaft hat die geplanten Einschnitte in der Solarförderungen durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kritisiert. Die Pläne erschwerten millionenfach Privathaushalten und mittelständischen Unternehmen den Zugang zu preiswertem und klimafreundlichem Solarstrom vom eigenen Dach, sagte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Die geplanten Einschnitte bei der Solarförderung würden den Ausbau der Solarenergie in Deutschland ausbremsen und Zehntausende Jobs gefährden. Bisher bekommen kleine Photovoltaikanlagen über 20 Jahre Zuschüsse für jede Kilowattstunde Strom. Ab 2027 will das Bundeswirtschaftsministerium diese Förderung für Anlagen von weniger als 25 Kilowatt installierter Leistung einstellen, wie aus einem Gesetzesentwurf hervorgeht, der auch der ZEIT vorliegt. Damit bleibt Reiche bei Plänen, die bereits bekanntgeworden waren. Vor allem kleine Solaranlagen seien inzwischen aufgrund gesunkener Kosten oft bereits ohne zusätzliche Förderung wirtschaftlich, heißt es zur Begründung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.