Datum23.04.2026 06:32
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Boston Consulting Group (BCG) verzeichnet starkes Wachstum, angetrieben durch den Boom in Künstlicher Intelligenz (KI) und Rüstung. KI-bezogene Projekte steuerten über 40% zum weltweiten Umsatz bei, der auf 14,4 Milliarden Dollar stieg. BCG investiert massiv in KI-Schulungen für Mitarbeiter und stellt weiterhin Leute ein. Globale Spannungen und höhere Rüstungsbudgets erhöhen zudem die Nachfrage nach Beratungsleistungen in der Rüstungsindustrie.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Beratungsgesellschaft“. Lesen Sie jetzt „Boston Consulting wächst mit KI und Rüstung“. Die Boston Consulting Group profitiert von einem gestiegenen Beratungsbedarf wegen des Booms um Künstliche Intelligenz (KI) und Rüstung. Im vergangenen Jahr wuchs das Geschäft mit Transformationen rund um KI um 25 Prozent, wie die Unternehmensberatung in Frankfurt mitteilte. Weltweit stammten bereits mehr als 40 Prozent des Umsatzes aus Tech- und KI-Projekten. Der globale Umsatz stieg 2025 auf 14,4 Milliarden Dollar (rund 12,3 Mrd. Euro), sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Zugleich sei die Zahl der Beschäftigten auf 33.500 gewachsen. Der frühe Fokus auf Künstliche Intelligenz zahle sich aus, sagt Christoph Schweizer, weltweiter Chef von BCG. Die Boston Consulting Group zählt mit McKinsey und Bain & Company zu den Platzhirschen in der Beratungsbranche. Der Boom von KI, die ganze Branchen umwälzen könnte, beschert den Unternehmensberatungen zwar Aufträge. Andererseits stehen Beratungsgesellschaften selbst unter Druck, da mit KI Routineaufgaben automatisiert schneller und billiger erledigt werden können. BCG setze weiter auf Menschen als Berater und habe in Zentraleuropa knapp 1.000 Mitarbeiter eingestellt, sagte Michael Brigl, Leiter der Geschäftsregionen Deutschland, Österreich, Schweiz und Osteuropa, in Frankfurt. BCG durchlaufe die größte Transformation ihrer Firmengeschichte mit der gezielten KI-Schulung aller Beschäftigten. Die Nutzung von KI-Tools gehöre für Teams zum Alltag, etwa 4.000 von ihnen entwickeln eigenständig Workflows und Automatisierungslösungen, so das Unternehmen. Zugelegt habe zudem die Kundennachfrage zu Rüstungsthemen wegen der Kriege weltweit. "Geopolitische Spannungen, gestiegene Rüstungsbudgets und der damit verbundene Aufbau industrieller Kapazitäten haben den Beratungsbedarf in diesem Bereich spürbar erhöht", sagte BCG-Partner Daniel Zepter. Das betreffe Behörden, Rüstungsfirmen, neue Marktteilnehmer aus dem Mittelstand und Investoren. BCG unterstützt etwa Behörden und Unternehmen in Vergabeverfahren und setzt mit Kunden Verteidigungsprogramme um. © dpa-infocom, dpa:260423-930-981554/1