Datum23.04.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDREine neue Smartphone-App namens "Wildtier-SOS" soll Spaziergängern helfen, hilfsbedürftige Wildtiere richtig einzuschätzen und zu versorgen. Entwickelt von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, leitet die App Nutzer durch Fragen zur Entscheidung, ob ein Tier Hilfe benötigt, und gibt Handlungsempfehlungen sowie Kontakte zu lokalen Anlaufstellen. Sie listet Behörden und Wildtierstationen auf, um schnelle und fachkundige Hilfe zu gewährleisten und unnötige Eingriffe zu vermeiden. Besonders häufig werden im Frühjahr Jungvögel fälschlicherweise als hilfsbedürftig eingestuft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wildtiere“. Lesen Sie jetzt „App soll Hilfe für Wildtiere und Finder erleichtern“. Spaziergänger können künftig mit der Hilfe ihres Handys Wildtieren in einer Notlage schneller helfen. Eine neue Smartphone-App soll Menschen dabei unterstützen, richtig auf hilfsbedürftige Wildtiere zu reagieren. Die sogenannte Wildtier-SOS-App sei von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover entwickelt worden, teilte die Stadt Hildesheim mit. Die Anwendung führe Nutzerinnen und Nutzer mithilfe gezielter Fragen zu der Einschätzung, ob ein gefundenes Tier tatsächlich Hilfe benötigt. Anschließend gebe sie konkrete Handlungsempfehlungen und verweise auf geeignete Anlaufstellen in der Nähe. Laut einer Sprecherin der Stiftung kann die Anwendung bundesweit genutzt werden. In der App seien sowohl Behörden wie Veterinärämter, Naturschutzbehörden, Feuerwehr und Polizei als auch Wildtierstationen und Pflegestellen hinterlegt. Ziel sei es, Tiere schneller in fachkundige Hände zu übergeben und unnötige Eingriffe in die Natur zu vermeiden. Ein "totaler Klassiker" sind laut der Sprecherin im Frühjahr fälschlicherweise als hilfsbedürftig eingestufte und abgegebene Jungvögel. Die sogenannte Ästlingsphase sei jedoch ein natürlicher Abschnitt in der Entwicklung junger Vögel. In dieser Zeit verlassen die noch kleinen Tiere flugunfähig oder flugschwach das Nest, aber werden weiterhin von ihren Eltern am Boden oder im Gebüsch gefüttert. Die Ästlinge sollten in der Regel nicht mitgenommen werden. © dpa-infocom, dpa:260423-930-981518/1