Datum23.04.2026 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDREin asiatischer Investor, die Prime Group aus Singapur, will die geplante Wolfram- und Zinnmine in Pöhla im Erzgebirge für 150 Millionen Euro übernehmen. Die Saxony Minerals & Exploration AG (SME) benötigte die Finanzierung für das Projekt. Die EU-Rohstoffabhängigkeit befeuert das Interesse an sächsischen Lagerstätten. Das Bergwerk, das jährlich 400.000 Tonnen Erz fördern soll, wartet noch auf die Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums. Weiterhin ist die SME auch bei Elterlein an Zinnvorkommen interessiert.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bergbau“. Lesen Sie jetzt „Asiatischer Investor will geplante Wolfram-Mine übernehmen“. Das in Pöhla im Erzgebirge geplante neue Bergwerk für Wolfram und Zinn geht offensichtlich in die Hände eines asiatischen Investors. Die Saxony Minerals & Exploration AG (SME) habe das Geld für die Errichtung des Bergwerks nicht auf anderem Wege auftreiben können, sagte Vorstand Rolf Staudenmaier der Deutschen Presse-Agentur dpa. Deswegen werde die SME an die Prime Group aus Singapur verkauft. Als Preis seien 150 Millionen Euro vereinbart. Doch steht die Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums dafür noch aus. Gestiegene Rohstoffpreise und die Abhängigkeit Europas bei wichtigen Rohstoffen haben zu einem Run auf Lagerstätten in Sachsen geführt. Von den zahlreichen Projekten gilt das in Pöhla - einem Ortsteil von Schwarzenberg - als Vorreiter. Dort hatte das Oberbergamt 2024 die Genehmigung für die Errichtung eines Bergwerks erteilt. Um an das Erz zu kommen, soll eine Rampe rund zwei Kilometer in den Berg getrieben werden. Die Rede ist von rund 400.000 Tonnen Erz, die hier jährlich gefördert werden sollen. Auch bei Elterlein ist die SME AG bei der Suche nach Bodenschätzen aktiv. Dort geht es den Angaben nach vor allem um Zinnvorkommen. © dpa-infocom, dpa:260423-930-981313/1