Datum23.04.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRVierzig Jahre nach dem Atomunfall von Tschernobyl sind in Hessen noch immer geringe Mengen künstlicher Radionuklide wie Cäsium-137 messbar. Diese Werte liegen laut dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) jedoch weit unter den gesetzlichen Grenzwerten und stellen keine Gefahr dar. Höher belastete Regionen mit erhöhten Werten in Pilzen und Wild gibt es vor allem in Bayern. Die Radioaktivität in der Umwelt wird in Hessen kontinuierlich vom HLNUG überwacht, um die Einhaltung der EU-Grenzwerte sicherzustellen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Atomunfall in der Ukraine“. Lesen Sie jetzt „40 Jahre nach Tschernobyl: Spuren in Hessen noch messbar“. Auch 40 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind in Hessen radioaktive Stoffe in der Umwelt feststellbar. Künstliche Radionuklide wie beispielsweise Cäsium-137 seien immer noch messbar, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit "Diese liegen aber weit unter den gesetzlichen Grenzwerten", erläuterte Uh-Myong Ha, Dezernatsleiter der Abteilung Strahlenschutz. Höher belastete Regionen seien vor allem in Bayern zu finden. Dort wiesen immer noch Speisepilze und Wild erhöhte Werte auf, die aber bei üblichen Verzehrmengen unbedenklich seien. Die Radioaktivität in der Umwelt wird ständig überwacht. In Hessen ist dafür das HLNUG verantwortlich. Das Landesamt kontrolliert, dass einheitliche EU-Grenzwerte hinsichtlich der Radioaktivität eingehalten werden. Am 26. April 1986 war es im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl zum sogenannten Super-GAU gekommen, also dem "größten anzunehmenden Unfall". Um 1.23 Uhr Ortszeit explodierte Reaktor vier, nachdem ein Test außer Kontrolle geraten war. Die Detonation wirbelte tagelang große Mengen radioaktiver Teilchen in die Luft. Vom Unglücksreaktor in der damaligen Sowjetunion trug der Wind die abgeschwächte Wolke auch nach Hessen. © dpa-infocom, dpa:260423-930-981130/1