Datum22.04.2026 21:28
Quellewww.spiegel.de
TLDREin südkoreanischer Kampfjet-Pilot kollidierte 2021 bei einem waghalsigen Manöver mit einer Kollegenmaschine, um sich filmen zu lassen. Beide Piloten blieben unverletzt, doch die Flugzeuge erlitten Schäden von einer halben Million Euro. Ursprünglich sollte der Pilot die Kosten tragen. Ein militärischer Ausschuss reduzierte seine Strafe auf 50.000 Euro, da die Luftwaffe unzureichende Regeln für Filmaufnahmen während des Fluges hatte. Der Pilot arbeitet heute für eine kommerzielle Fluggesellschaft.
InhaltEin südkoreanischer Kampf-Pilot ließ sich von einem Jet-Kollegen bei einem riskanten Manöver filmen. Dabei stießen die Tragflächen der Flugzeuge zusammen. Verletzt wurde niemand. Doch für den Mann wird es teuer. Es war sein letzter Flug vor einer Versetzung, und er wollte coole Aufnahmen: Ein südkoreanischer Kampfjet-Pilot ließ sich bei besonders waghalsigen Manövern filmen und stieß dabei mit einem anderen Kampfjet zusammen. Dabei entstand ein Schaden von umgerechnet einer halben Million Euro. Der Vorfall ereignete sich bereits im Dezember 2021. Der Pilot hatte vor dem Abheben seinen Kollegen gebeten, seinen Kunstflug aus dem Cockpit des zweiten Flugzeugs heraus zu filmen. So geht es aus einem Bericht eines militärischen Ausschusses hervor. Bei einer Geschwindigkeit von fast 580 Kilometern pro Stunde zog er demnach dann seinen Jet auf die Seite und näherte sich dem anderen Flugzeug. Dabei verschätzte er sich und berührte mit dem Leitwerk seines Hecks die Tragfläche des Kollegen. Die Kollision ging glimpflich aus, beide konnten unverletzt landen. An der Maschine entstand allerdings ein hoher Materialschaden. Ursprünglich sollte der Mann diesen komplett selbst bezahlen. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Verteidigungsministeriums kam in seiner Begründung laut Medienberichten zum Schluss, dass die südkoreanische Luftwaffe eine Teilschuld hatte. Die Nutzung von Kameras während der Flüge sei nicht ausreichend geregelt worden. Dadurch wurde die Strafe für den Piloten auf 50.000 Euro herabgesenkt. BBC-Berichten zufolge arbeitet der Mann mittlerweile als Pilot einer kommerziellen Fluggesellschaft.