Iran-Krieg: Schah-Sohn Pahlavi in Berlin eingetroffen

Datum22.04.2026 17:17

Quellewww.zeit.de

TLDRReza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, besuchte Berlin, um Stimmen der iranischen Opposition zu Gehör zu bringen. Er plant Treffen mit deutschen Politikern, Medien und der iranischen Diaspora. Pahlavi, der im US-Exil lebt, wird von Monarchisten als Anführer der Opposition gesehen, sein Rückhalt im Iran ist jedoch unklar. Seine Unterstützung des US- und Israel-Kriegs, der Zivilisten trifft, hat ihm im In- und Ausland Kritik eingebracht. In Berlin sind parallel Demonstrationen angekündigt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Iran-Krieg“. Lesen Sie jetzt „Schah-Sohn Pahlavi in Berlin eingetroffen“. Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, ist nach eigenen Angaben in Berlin zu einem Besuch eingetroffen. "Während die Iraner weiter für ihre Befreiung kämpfen, bin ich nach Berlin gekommen, um dafür zu sorgen, dass ihre Stimmen gehört werden", schrieb Pahlavi am Nachmittag auf X. Morgen werde er im Bundestag mit gewählten Vertretern aus dem gesamten politischen Spektrum Deutschlands zusammentreffen, Vertreter der Presse und der iranischen Diaspora treffen. Monarchistische Gruppen sehen den Sohn des letzten Schahs von Persien als politischen Anführer der iranischen Opposition. Wie groß der Rückhalt des im US-Exil lebenden Pahlavi im Land tatsächlich ist, bleibt unklar. Mit Beginn der Massenproteste im Iran im Januar forderte Pahlavi einen Machtwechsel und rief unter anderem die iranischen Sicherheitskräfte zum Überlaufen auf. Für seine Unterstützung des Kriegs der USA und Israels, der auch die iranische Zivilbevölkerung trifft, geriet er in Teilen der iranischen Gesellschaft im In- und Ausland in die Kritik. In Berlin sind Demonstrationen für und gegen seinen Besuch angekündigt. © dpa-infocom, dpa:260422-930-980028/1