Datum22.04.2026 16:27
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Saarland plant eine Reform der Förderschulen zur besseren Förderung von rund 4100 Schülern. Kernpunkte sind die Möglichkeit, neben dem Hauptschulabschluss auch die Mittlere Reife zu erwerben, vereinheitlichte Wochenstunden für die Grundstufe sowie die stärkere gemeinsame Beschulung an regionalen Standorten zur Verkürzung von Schulwegen und Entlastung von Familien. Neue Unterrichtsinhalte wie Informatik werden eingeführt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schüler mit speziellem Bedarf“. Lesen Sie jetzt „Saarland will Förderschulen besser aufstellen“. Kürzere Schulwege für Förderschüler, neue Unterrichtsinhalte und die Mittlere Reife als Bildungsabschluss: Das soll eine Reform der Förderschulen im Saarland erreichen. Das Kabinett stimmte dem Entwurf für die neue Förderschulverordnung zu, wie das Bildungsministerium in Saarbrücken mitteilte. An den 40 Förderschulen im Saarland werden rund 4100 Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Bedarf unterrichtet. Vorgesehen ist künftig unter anderem, dass an mehreren Förderschulformen neben dem Hauptschulabschluss auch die Mittlere Reife als Abschluss möglich ist. Die Zahl der Wochenstunden für die Klassenstufen eins bis vier soll künftig einheitlich bei 26 liegen, anschließend bei 30 Wochenstunden. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen sonderpädagogischen oder gleich mehreren Unterstützungsbedarfen sollen künftig außerdem stärker gemeinsam an regionalen Förderschulstandorten unterrichtet werden können. "So werden perspektivisch Schulwege verkürzt, Familien entlastet und die soziale Einbindung im Wohnumfeld gestärkt", teilte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) mit. Als neue Unterrichtsinhalte sind unter anderem Informatik und digitale Bildung vorgesehen. © dpa-infocom, dpa:260422-930-979727/1