Datum22.04.2026 16:07
Quellewww.zeit.de
TLDRElf Männer wurden angeklagt, nachdem ein 20-Jähriger am Berliner Humboldt Forum erstochen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft vier von ihnen gemeinschaftlichen Totschlag vor, da sie das Opfer schlugen und traten, bevor ein 16-Jähriger tödliche Messerstiche ausführte. Zwei weitere Männer wurden bei dem Angriff verletzt. Sieben der elf Angeklagten müssen sich zudem wegen Beteiligung an einer Schlägerei, gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch verantworten. Neun Verdächtige befinden sich in Untersuchungshaft. Die genauen Motive für die Tat sind noch unklar.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Justiz“. Lesen Sie jetzt „Tödliche Messerstiche: Anklage gegen elf Männer“. Nachdem ein 20-Jähriger am Humboldt Forum mit Messerstichen getötet wurde, hat die Berliner Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen elf Männer erhoben. Die Vorwürfe gegen diese seien zahlreich, wie diese mitteilte. Demnach soll es am 12. September 2025 an der Spreepromenade unterhalb des Humboldt Forums zu einem Angriff der Gruppe auf drei dort sitzende Männer gekommen sein. Die Motive des Angriffs sind bislang unklar. Vier der Beteiligten im Alter von 16, 17, 19 und 23 Jahren sollen einen 20-Jährigen geschlagen und getreten haben. Der 16-Jährige soll dem Mann anschließend tödliche Stiche mit einem Messer, auch ins Herz, zugefügt haben, während die drei anderen dies laut Staatsanwaltschaft wahrnahmen und billigten. Ihnen werde der gemeinschaftliche Totschlag des Verstorbenen vorgeworfen. Die beiden weiteren Geschädigten im Alter von 21 und 23 Jahren wurden ebenfalls von der Gruppe angegriffen, wie es hieß. Der 21-Jährige erlitt unter anderem durch einen Schlag mit einem Teleskopschlagstock eine Hirnblutung. Sieben der elf mutmaßlichen Täter müssen sich deshalb aufgrund der gemeinschaftlichen Beteiligung an einer Schlägerei, gefährlicher Körperverletzung sowie Landfriedensbruch vor Gericht verantworten. Neun Angeklagte befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Haftbefehle gegen die Mehrzahl der Beteiligten wurden bereits im Dezember 2025 vollstreckt. © dpa-infocom, dpa:260422-930-979603/1