Fahrzeugstatistik: Statistik: Wo hohe Spritpreise in Sachsen besonders wehtun

Datum22.04.2026 14:54

Quellewww.zeit.de

TLDRHohe Spritpreise in Sachsen treffen ländliche Regionen härter als Städte. Dort ist die Dichte von Verbrennern, insbesondere Dieselfahrzeugen, pro Einwohner deutlich höher (z.B. Erzgebirgskreis: ~579 Verbrenner/1000 EW) als in Großstädten wie Leipzig (~328 Verbrenner/1000 EW). Dies unterstreicht die stärkere Abhängigkeit von Autos auf dem Land, wo Alternativen oft fehlen. Elektroautos sind generell noch eine Minderheit.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fahrzeugstatistik“. Lesen Sie jetzt „Statistik: Wo hohe Spritpreise in Sachsen besonders wehtun“. Wer in Sachsen tanken muss, spürt die hohen Spritpreise je nach Wohnort unterschiedlich stark. Denn die Dichte von Autos mit Verbrennungsmotor variiert auch innerhalb des Landes deutlich. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zum Jahresbeginn hervor. Auffällig ist dabei auch ein bundesweiter Vergleich: Mit Leipzig liegt eine Stadt aus Sachsen bei der Dieselautodichte weit unten. Dort kommen rund 83 Dieselautos auf 1.000 Einwohner. Nur Berlin weist mit 66 noch weniger auf. Auch in Dresden und Chemnitz ist die Diesel-Dichte vergleichsweise gering. Ganz anders sieht es in ländlichen Regionen aus: Besonders viele Dieselfahrzeuge pro Einwohner gibt es in Mittelsachsen mit rund 165 pro 1.000 Einwohner. Dahinter folgen Bautzen (164) sowie der Erzgebirgskreis (161). Damit liegt die Diesel-Dichte in mehreren Landkreisen fast doppelt so hoch wie in Leipzig. Bei den Benzinern liegt der Erzgebirgskreis vorn: Dort kommen rund 418 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner auf die Straßen. Dahinter folgen der Vogtlandkreis (407) sowie Bautzen und Görlitz mit jeweils gut 400. Die geringste Benzinerdichte gibt es erneut in den Städten. In Leipzig liegt sie bei rund 245 pro 1.000 Einwohner, in Dresden bei etwa 252. Rechnet man Diesel- und Benzinfahrzeuge zusammen, zeigt sich: Vor allem in ländlichen Regionen ist die Abhängigkeit vom Auto besonders hoch. Spitzenreiter ist der Erzgebirgskreis mit rund 579 Verbrennern pro 1.000 Einwohnern, gefolgt von Bautzen (567) und dem Vogtlandkreis (562). In Leipzig (Stadt) liegt dieser Wert dagegen nur bei rund 328. Wer elektrisch fährt, ist auch in Sachsen klar in der Minderheit. Die höchsten Werte erreichen der Landkreis Leipzig mit rund 15 Elektroautos pro 1.000 Einwohner sowie Zwickau und Chemnitz mit etwa 14 beziehungsweise 13. Die niedrigste E-Auto-Dichte weist Görlitz mit rund 7 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner auf. Auch in Mittelsachsen und im Vogtlandkreis liegen die Werte mit gut 10 beziehungsweise 11 vergleichsweise niedrig. Insgesamt zeigt sich ein klares Muster: In den kreisfreien Städten ist die Fahrzeugdichte deutlich geringer als in den Landkreisen. Während in Leipzig nur rund 333 private Autos pro 1.000 Einwohner registriert sind, sind es im Erzgebirgskreis fast 600. Für viele Menschen außerhalb der Städte dürften steigende Spritpreise daher besonders spürbar sein - Alternativen zum Auto sind dort oft rar. © dpa-infocom, dpa:260422-930-979045/1