Datum22.04.2026 14:27
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Dichte von Verbrennern in Sachsen-Anhalt variiert stark. Ländliche Regionen wie die Börde oder der Altmarkkreis Salzwedel haben die höchste Dichte bei Dieseln und Benzinern, was eine höhere Abhängigkeit vom Auto und damit eine stärkere Betroffenheit von Spritpreiserhöhungen bedeutet. Städte wie Halle oder Magdeburg weisen eine deutlich geringere Fahrzeugdichte auf. Elektroautos sind in Sachsen-Anhalt generell noch eine Minderheit, wobei auch hier ländliche Kreise leicht vorn liegen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fahrzeugstatistik“. Lesen Sie jetzt „Wo Spritpreise in Sachsen-Anhalt besonders wehtun“. Wer in Sachsen-Anhalt tanken muss, spürt die hohen Spritpreise je nach Wohnort unterschiedlich stark. Denn die Dichte von Autos mit Verbrennungsmotor variiert auch innerhalb des Landes deutlich. Das geht aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Fahrzeugbestand zum Jahresbeginn hervor. Auffällig ist dabei auch ein bundesweiter Vergleich: Mit Halle liegt eine Stadt aus Sachsen-Anhalt bei der Dieselautodichte fast am unteren Ende. Dort kommen rund 89 Dieselautos auf 1.000 Einwohner. Weniger gibt es nur in Berlin, auch Leipzig liegt mit 83 darunter. Innerhalb des Landes bleibt Halle damit klar Schlusslicht. Auch in Magdeburg (rund 107 Diesel je 1.000 Einwohner) und Dessau-Roßlau (knapp 119) ist die Diesel-Dichte vergleichsweise gering. Ganz anders sieht es in ländlichen Regionen aus: Besonders viele Dieselfahrzeuge pro Einwohner gibt es im Altmarkkreis Salzwedel mit rund 218 pro 1.000 Einwohner. Es folgen der Landkreis Stendal mit etwa 198 sowie die Börde mit gut 191. Damit liegt die Diesel-Dichte in Teilen des Nordens mehr als doppelt so hoch wie in Halle. Bei den Benzinern liegt der Saalekreis vorn: Dort kommen rund 412 Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner auf die Straßen. Dahinter folgen Wittenberg (407) sowie Anhalt-Bitterfeld (404). Die geringste Benzinerdichte gibt es erneut in den Städten. In Halle (Saale) sind es rund 282 pro 1.000 Einwohner, in Magdeburg etwa 297. Rechnet man Diesel- und Benzinfahrzeuge zusammen, zeigt sich: Vor allem in ländlichen Regionen ist die Abhängigkeit vom Auto besonders hoch. Spitzenreiter ist hier die Börde mit rund 586 Verbrennern pro 1.000 Einwohnern, dicht gefolgt vom Altmarkkreis Salzwedel (584) und dem Saalekreis (570). In Halle (Saale) liegt dieser Wert dagegen nur bei rund 371. Wer elektrisch fährt, ist in Sachsen-Anhalt weiterhin klar in der Minderheit. Die höchsten Werte erreichen die Börde mit gut 14 Elektroautos pro 1.000 Einwohner sowie das Jerichower Land und der Saalekreis mit jeweils rund 13. Die niedrigste E-Auto-Dichte weist Halle (Saale) mit etwa 9 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner auf. Auch im Salzlandkreis und in Mansfeld-Südharz sind die Werte mit rund 9 beziehungsweise 10 gering. Insgesamt zeigt sich ein klares Muster: In den kreisfreien Städten ist die Fahrzeugdichte deutlich geringer als in den Landkreisen. Während in Halle nur rund 367 private Autos pro 1.000 Einwohner registriert sind, sind es in der Börde fast 600. Für viele Menschen auf dem Land dürften steigende Spritpreise daher besonders spürbar sein - Alternativen zum Auto sind dort oft rar. © dpa-infocom, dpa:260422-930-978874/1