Datum22.04.2026 14:12
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Frankfurter Zoo hat eine neue Mangroven-Anlage eröffnet, die das alte Pinguingehege ersetzt. Die rund 66 Quadratmeter große Anlage soll Besuchern das bedrohte Mangroven-Ökosystem näherbringen und für dessen Schutz sensibilisieren. Neben Schlammspringern und Schützenfischen werden dort zukünftig auch bedrohte Schildkröten leben, um internationale Artenschutzprojekte zu unterstützen. Die neue Anlage symbolisiert den Wandel des Zoos hin zu Nachhaltigkeit, Bildung und Artenschutz.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Frankfurter Zoo“. Lesen Sie jetzt „Neues Ökosystem im Zoo: Mangroven ersetzen Pinguingehege“. Wo einst Pinguine durch künstliche Kälte watschelten, herrscht jetzt tropisches Leben: Im Frankfurter Zoo ist eine Mangroven-Anlage eröffnet worden. Sie soll Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in eines der artenreichsten und zugleich bedrohten Ökosysteme der Erde geben. Die rund 66 Quadratmeter große Anlage ersetzt das alte Pinguingehege im Exotarium. Die Mangrovenlandschaft werde sich über Jahre hinweg weiterentwickeln, sagt Kurator Johannes Köhler: "Fertig ist so etwas eigentlich nie." Mangroven sind tropische Bäume und Sträucher, die in der Übergangszone zwischen Land und Meer wachsen. Sie gelten als ökologisch wertvoll und dienen vielen Fischarten als Ort für eine geschützte Eiablage. Weltweit seien diese sensiblen Lebensräume jedoch bedroht. Die neue Anlage solle helfen, ihre Bedeutung zu vermitteln und für ihren Schutz zu sensibilisieren, erklärt Zoodirektorin Christina Geiger. In der neuen Anlage leben bereits typische Mangrovenbewohner: Schlammspringer und Schützenfische. Weitere Arten sollen folgen, darunter die stark bedrohte Nördliche Batagur-Schildkröte. Der Zoo will damit auch internationale Artenschutzprojekte unterstützen. Für Ina Hartwig (SPD), Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, ist die neue Anlage ein Symbol für den Wandel des Zoos. Die alte Pinguinanlage sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. "Das sah aus wie ein Kühlschrank." Heute gehe es um Nachhaltigkeit, Bildung und Artenschutz. Der Umbau wurde unter anderem mit Spenden in Höhe von rund 30.000 Euro finanziert. Viele Pflanzen stammen aus dem Frankfurter Palmengarten, darunter eine bereits gut entwickelte Großmangrove. Bis sich die typische Struktur eines Mangrovenwaldes vollständig ausgebildet hat, wird es allerdings noch dauern. © dpa-infocom, dpa:260422-930-978752/1