Datum22.04.2026 14:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDer rheinland-pfälzische Landtag in Mainz wird für die neue Wahlperiode umgebaut. Vier zusätzliche Plätze werden eingerichtet und ein Durchgang entfällt, um die gestiegene Anzahl der Abgeordneten auf 105 zu berücksichtigen. Die Fraktionen werden nach politischer Ausrichtung von links nach rechts angeordnet. Der Umbau umfasst das Ergänzen von Stühlen und Tischen sowie Anpassungen der Medientechnik. Bis zum 18. Mai, dem Verfassungstag, müssen die Arbeiten abgeschlossen sein.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagsbestuhlung“. Lesen Sie jetzt „Wie der Landtag für die neue Wahlperiode umgebaut wird“. Vier zusätzliche Plätze und ein Durchgang weniger: Der Plenarsaal im Deutschhaus in Mainz wird für die neue Wahlperiode umgebaut. Etwa zwei Tage würden dafür gebraucht, sagte Architekt Andreas Nath, Referatsleiter für Bauangelegenheiten bei der Landtagsverwaltung. "Das sind relativ geringe Eingriffe." Im neuen Landtag sind nicht mehr fünf Fraktionen und die Gruppe der Freien Wähler vertreten, sondern nur noch vier Fraktionen: Die voraussichtlichen Koalitionäre CDU und SPD sowie die Oppositionsparteien AfD und Grüne. Die Zahl der Abgeordneten ist um 4 auf 105 gestiegen. Wie im Bundestag sind die Fraktionen von links nach rechts angeordnet, also nach politischer Ausrichtung und nicht nach Koalition. Die kleinere SPD-Fraktion bleibt auf ihren Plätzen, die Grünen rücken an sie heran. Dann kommt die gewachsene CDU-Fraktion und daneben – rechts von der Regierungsbank – die deutlich größere AfD-Fraktion. Bei dem Umbau werden vier Stühle und Tische ergänzt, einer in einem Durchgang und drei hinter der Regierungsbank, wie Nath erläuterte. Dafür sind Schienen im Boden vorgesehen, die auch mit Planken abgedeckt werden können, wenn sie nicht gebraucht werden. Nach dem Umbau müsse noch die Medientechnik an jedem Abgeordneten-Platz neu programmiert werden. Bis zum 18. Mai muss alles stehen: An dem Tag, dem Verfassungstag von Rheinland-Pfalz, konstituiert sich traditionell der neue Landtag. Und Gordon Schnieder (CDU) wird voraussichtlich zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Für die beiden Sondersitzungen des alten Landtags im Mai sollen im umgebauten Plenarsaal Schilder für die Abgeordneten aufgestellt werden. Nicht alle können sich dann auf ihre angestammten Plätze setzen. In den beiden Sitzungen geht es um die Änderung der Landesverfassung in puncto Untersuchungsausschuss. © dpa-infocom, dpa:260422-930-978665/1