Datum22.04.2026 12:27
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einer bundesweiten Razzia in acht Bundesländern wurden 52 Immobilien durchsucht, um mutmaßliche Clankriminalität im Handel mit Mehrwegpaletten aufzudecken. Ermittelt wird gegen sechs Personen aus Leipzig, der geschätzte Schaden beläuft sich auf über 2,2 Millionen Euro. Über 300 Beamte waren bei der Aktion im Einsatz, die auf Steuerhinterziehung und Hehlerei abzielt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verdacht auf Hehlerei“. Lesen Sie jetzt „Razzia gegen Clankriminalität in acht Bundesländern“. Im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Hehlerei haben Ermittler 52 Immobilien in acht Bundesländern durchsucht. Dabei wurde ein Haftbefehl vollstreckt, wie das Landeskriminalamt Sachsen mitteilte. Konkret werde gegen sechs Beschuldigte aus Leipzig ermittelt. Dabei geht es den Angaben zufolge um Clankriminalität im Handel mit Mehrwegpaletten. Der Schaden wird auf insgesamt mehr als 2,2 Millionen Euro beziffert. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. Durchsucht wurden den Angaben zufolge am Mittwoch Wohnungen, Firmenstandorte und Steuerbüros in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen im Auftrag der Staatsanwaltschaften Leipzig und Chemnitz. Dabei waren mehr als 300 Beamte von Polizei und Steuerfahndung im Einsatz. "Die Maßnahmen dauern an", hieß es. "Die Auswertung der Beweismittel wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen." © dpa-infocom, dpa:260422-930-978004/1