Datum22.04.2026 11:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDie EU-Kommission fordert engere Abstimmung der Mitgliedstaaten zur Vermeidung eines Kerosinmangels. Angesichts gestiegener Energieimportkosten und Engpässen bei Treibstoffen schlägt Brüssel eine neue Kraftstoffbeobachtungsstelle vor. Ziel ist die Überwachung von Produktion, Importen, Exporten und Lagerbeständen zur schnellen Erkennung von Engpässen. Koordinierung von Maßnahmen wie Freigabe von Ölreserven und flexible Nutzung von Befüllungsvorschriften wird angeregt. Nationale Maßnahmen zur Sicherung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel sollen ebenfalls abgestimmt werden. Ein informelles Treffen auf Zypern soll weitere Schritte besprechen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energiekrise“. Lesen Sie jetzt „Brüssel ruft zu enger Abstimmung gegen Kerosinmangel auf“. Die EU-Kommission ruft ihre Mitgliedstaaten zu enger Koordinierung auf, um einen Kerosinmangel zu vermeiden. Die Brüsseler Behörde schlägt eine neue Kraftstoffbeobachtungsstelle vor zur Überwachung von EU-Produktion, Importen, Exporten und Lagerbeständen. So sollen potenzielle Engpässe schnell erkannt werden und "gezielte Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer ausgewogenen Kraftstoffverteilung" möglich sein, falls Notfallvorräte freigegeben werden. Die EU-Kommission appellierte zudem an Mitgliedstaaten, auch die Wiederbefüllung unterirdischer Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und eine flexible Nutzung der Befüllungsvorschriften zu koordinieren. Nationale Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel - einschließlich von Raffineriekapazitäten - sollten eng abgestimmt werden. Die EU-Kommission stellte weitere Maßnahmen vor, um die Auswirkungen der Energiekreise auf Unternehmen und Bürger in Europa abzudämpfen und Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die europäischen Spitzenpolitiker sprechen am Donnerstag und Freitag bei einem informellen Treffen in Zypern über die Maßnahmen. Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten habe die EU wegen der gestiegenen Preise zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben, sagte Energiekommissar Dan Jørgensen in Brüssel. Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hatte am Dienstag betont, es gebe keinen Hinweis auf großflächige Flugstornierungen in den nächsten Monaten. Die Treibstoffvorräte für kommerzielle Flugzeuge stünden in Teilen Europas unter Druck, es gebe aber keine Anzeichen für tatsächliche Engpässe. © dpa-infocom, dpa:260422-930-977698/1