Tod von Polizist: »Alles furchtbar« - Angeklagter äußert sich zu Todesfahrt

Datum22.04.2026 11:10

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Prozess um den Tod eines Polizisten bei einer Verfolgungsjagd hat der Angeklagte erstmals seine Reue geäußert. Er bedauert, den 32-jährigen Beamten im Januar 2025 erfasst zu haben, als dieser einen Stop-Stick auslegen wollte. Er hat eingeräumt, den Aufprall bemerkt zu haben, aber gebremst zu haben sei zu spät gewesen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord zur Verdeckung einer Straftat vor. Ein Urteil wird für den 6. Mai erwartet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tod von Polizist“. Lesen Sie jetzt „"Alles furchtbar" - Angeklagter äußert sich zu Todesfahrt“. Im Prozess um einen bei einer Verfolgungsjagd getöteten Dresdner Polizisten vor dem Landgericht in Cottbus hat der Angeklagte sich erstmals zu den Vorwürfen geäußert. "Ich würde es gern ungeschehen machen", sagte er laut einer Erklärung, die sein Verteidiger vorlas. Er wisse, welches Leid er über die Familie gebracht habe. "Es ist alles furchtbar." Er räumte ein, gesehen zu haben, wie er mit dem Auto einen Menschen erfasst habe. "Ich meine, noch versucht zu haben, zu bremsen. Aber es war zu spät", führte er in seiner Einlassung aus. "Ich dachte auch nicht, dass jemand aussteigen würde." Der Angeklagte soll im Januar 2025 bei der Verfolgungsjagd in Südbrandenburg einen 32 Jahre alten Polizisten mit seinem Wagen erfasst und getötet haben. Der junge Beamte war in dem Moment dabei, einen sogenannten Stop-Stick - eine Art Nagelgürtel - auf die Fahrbahn zu legen. Der Fall hatte bundesweit zu Anteilnahme geführt. Dem Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Mord vor, um eine Straftat zu verdecken. Ein Urteil soll voraussichtlich am 6. Mai gesprochen werden. © dpa-infocom, dpa:260422-930-977521/1