Datum22.04.2026 09:31
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Boot der iranischen Revolutionswächter hat vor der Küste Omans ein Containerschiff beschossen. Laut der britischen UKMTO eröffnete das iranische Boot ohne Vorwarnung das Feuer, was zu schweren Schäden am Schiff führte, aber die Besatzung blieb unversehrt. Der Vorfall ereignete sich kurz nach der Verlängerung der Feuerpause durch US-Präsident Trump und nachdem Iran mit weiteren Angriffen in der Straße von Hormus gedroht hatte. Dieses Ereignis folgt auf frühere Beschüsse von Tankern durch die Revolutionswächter und findet vor dem Hintergrund festgefahrener Verhandlungen zwischen den USA und Iran sowie Munitionsknappheit bei der US-Armee statt.
InhaltNach der Verlängerung der Feuerpause durch den US-Präsidenten hat offenbar ein Boot der iranischen Revolutionswächter ein Handelsschiff beschossen – ohne Vorwarnung. Ein Boot der iranischen Revolutionswächter hat britischen Angaben zufolge vor der Küste Omans ein Containerschiff beschossen. Das meldet die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) . Demnach habe das iranische Boot ohne Vorwarnung per Funk das Feuer eröffnet. Das Schiff habe schwere Schäden erlitten, die Besatzung sei jedoch unversehrt. Auch ein Feuer sei nicht gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der UKMTO rund 15 Seemeilen (etwa 30 Kilometer) nordöstlich der omanischen Küste. Der Angriff erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump die Feuerpause im Irankrieg vorerst verlängert hatte. Zuvor hatte die iranische Armeeführung die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA wiederholt verurteilt und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. Bereits am Samstag hatten die Revolutionswächter nach UKMTO-Angaben auf mindestens einen Öltanker in der Region geschossen. Vor etwas mehr als einer Woche waren Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Kriegs ergebnislos geblieben. Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zögerten die Iraner, an einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA teilzunehmen. Die Positionen beider Seiten liegen weit auseinander . Im Krieg gegen Iran wird die Munition knapp: Es mangelt der US-Armee allmählich an Flugabwehrgeschossen und Marschflugkörpern. Der Engpass macht die Welt unsicher, als Erstes könnte die Ukraine die Folgen zu spüren bekommen. Ob sich die Vereinigten Staaten leer geschossen haben, lesen Sie hier .