Nachts im Weinberg: Weinbauern schützen Reben vor spätem Frost

Datum22.04.2026 07:50

Quellewww.zeit.de

TLDRWeinbauern setzen Kerzen und Rauchfeuer ein, um ihre jungen Reben vor späten Frösten zu schützen. Die frostempfindlichen Knospen bei Weinböhla, die sich im Knospenaufbruch befinden, könnten durch Temperaturen bis minus 4 Grad Celsius geschädigt werden. Die Kerzen erzeugen Thermik, die kalte Luft abfließen lässt. Obwohl mildere Temperaturen angekündigt sind, werden in höheren Lagen weiterhin Nachtfröste erwartet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nachts im Weinberg“. Lesen Sie jetzt „Weinbauern schützen Reben vor spätem Frost“. Angesichts der späten Nachtfröste schützen Obst- und Weinbauern ihre Anbauflächen teils mit Kerzen oder Feuern. Der Weinbauleiter von Schloss Wackerbarth, Till Neumeister, sagte: "Unsere Reben auf unserer Weinbaufläche in Weinböhla sind vom Entwicklungsstadium her jetzt gerade im Knospenaufbruch. Das heißt, wir sehen die ersten Grünteile an den Knospen."  Um diese Reben zu schützen, aus denen später die Triebe werden, an denen die Trauben hängen, seien als Umrahmung der Flächen etwa 250 bis 300 Kerzen aufgestellt worden. Etwa alle vier Meter steht eine Kerze. Sie trügen mit ihrer Thermik dazu bei, dass die kalte Luft aus dem relativ flachen Weinberg schneller abfließt. Auf dem Weinberg mit etwa zehn Hektar Fläche stünden rund 50.000 Reben.  Auf anderen Flächen setze man statt auf Kerzen auf klassische Rauchfeuer aus Holzscheiten und Holzkohle, sagte Weinbaumeister Neumeister. Verbreitet hatte es in der Nacht in Sachsen Frost und auch Frost in Bodennähe gegeben, wie Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Es seien bis zu Minus 3 oder 4 Grad Celsius erreicht worden. Mit Blick nach vorn sagte Engelmann: "Es wird in weiten Teilen milder". In den Hochtälern im Erzgebirge oder im Vogtland könnten auch in den kommenden Nächten Temperaturen unter null Grad erreicht werden. © dpa-infocom, dpa:260422-930-976881/1